Drei afghanische Asylbewerber von der Polizei gesucht

Schläger aus brutalem Facebook-Video wohl untergetaucht

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München - Die Polizei steckt derzeit mitten in den Ermittlungen wegen eines brutalen Schlägervideos, das am Wochenende auf Facebook gepostet wurde. Doch nun stecken die Beamten wohl in einer Sackgasse:

Seit dem Wochenende kursiert ein brutales Schlägervideo auf Facebook. In diesem Video ist eine Auseinandersetzung in einem Münchner U-Bahnzug zwischen mehreren Personen zu sehen. Drei inzwischen identifizierte Afghanen bedrängen aggressiv mehrere Fahrgäste. Einer der Fahrgäste filmte die Auseinandersetzung mit seiner Handykamera und veröffentlichte die Aufnahme später auf seinem Facebook Account.

Mir reicht es jetzt endgültig mit gewalttätigen Asylanten/Asylbewerbern! Vor meinen Augen wurde zuerst eine junge Frau in der U-Bahn belästigt, dann wurde randaliert. Alte Männer, die eingreifen wollten, wurden angegriffen!Nach Wochen und Monaten voller schlechter Erfahrungen kann ich mich einfach nicht mehr beherrschen. Ich muss nun endlich mal öffentlich meine Meinung sagen.Gerade eben ist es wieder eskaliert, mitten in München, mitten am Tag. Ich stieg am Sendlinger Tor in die U-Bahn Richtung Hauptbahnhof. Ich setzte mich in einen Viersitzer, gegenüber von einer jungen Dame. Im Vierer hinter ihr saßen zwei Asylanten. Der eine davon, ein junger Mann, vermutlich arabischer Herkunft, belästigte sie anscheinend. Ich merkte es sofort, als ich ihren Gesichtsausdruck sah. Er sagte „Wieso antwortest du mir nicht auf Deutsch?“ und sie erwiderte „Because you asked me in English“. Ich denke er hatte seine Hand an ihrem Rücken. Sie drehte sich weg und schaute in meine Richtung. Seit Anfang an starrte ich den jungen Mann an, um ihm zu signalisieren, dass ich aufpasse.Als die Bahn los fuhr, schlug der Asylant mit voller Wucht gegen die Scheibe. Er war wohl wütend, dass sich die Frau nicht auf ihn eingelassen hatte. Mehrere ältere Herren riefen, dass er aufhören soll.Einer dieser Männer, der im Vierer links neben mir saß, wurde plötzlich von einem dritten Asylanten (mit orangebrauner Jacke) am Kopf angefasst. Er streichelte über seine Glatze, um ihn zu verspotten. Solch ein respektloses Verhalten habe ich erst selten gesehen...Ich war und bin der Meinung, dass der Dritte nicht zu den anderen Beiden gehörte. Sie redeten weder vorher noch nachher miteinander und saßen getrennt. Er fühlte sich wohl nur zugehörig, da der andere Asylant ermahnt wurde – und das passte ihm ganz und gar nicht.Als der ältere Herr an der Glatze angefasst wurde, stand er sofort auf. Der Asylant stellte sich auf die Sitze, ging zu dem Mann und packte ihn am Hals. Alle Leute standen sofort auf, viele gingen dazwischen. Da ich mein Handy in der Hand hatte, filmte ich und stand nur zwei Meter entfernt. Ich war fest entschlossen einzugreifen, falls nötig. Mein Herz raste. Als die Männer dazwischen gingen, lies der Angreifer von dem alten Herrn ab und fiel zurück in seinen Viersitzer. Jetzt standen vier Asylanten vor uns und haben uns wütend angestarrt und zwei weitere Herren gestoßen. Ich sagte, dass sie sich benehmen sollen. Neben und hinter mir standen etwa 10-15 Leute. Die Situation war unter Kontrolle. Die Bahn erreichte den Hauptbahnhof. Ich rief, dass ich die Polizei anrufe. Die anderen riefen, dass sie aussteigen sollen und das taten sie dann auch. Ich rief die Polizei nicht an, da ich mehrfach von Bekannten gesagt bekam, dass die Polizei selbst zu Opfern sagte „Wir können nichts machen!“.Leider sieht man nur einen kleinen Teil der Geschehnisse im Video, aber ich habe einfach das Bedürfnis dies zu teilen.Wir anderen fuhren weiter und unterhielten uns über den Vorfall und die Gesamtsituation. Die Menschen waren sehr beängstigt. Eine ältere Dame sagte, dass man nun nicht einmal mehr tagsüber vor die Tür kann. Sie geht abends gar nicht mehr aus dem Haus. Zwei Herren sagten, dass es so nicht weitergehen kann.Noch vor zwei, drei Jahren, habe ich mich in meiner Heimat Deutschland deutlich sicherer gefühlt. Ihr nicht auch? Das finde ich erschreckend und traurig.Wir geben 1-2 Millionen fremden Menschen Sicherheit, was ich sehr schön und sozial finde. Weniger schön finde ich allerdings, dass wir damit einen großen Teil unserer eigenen Sicherheit verlieren, wie die jüngsten Ereignisse europaweit zeigen.Es tut mir wirklich leid für die wirklich hilfsbedürftigen Menschen, die unter dem Ruf der Masse und unter den Vorurteilen leiden, aber es muss etwas gegen die gewalttätigen und respektlosen Menschen unter ihnen passieren! Viele Asylanten haben keinen Respekt vor Frauen, keinen Respekt vor Männern, nicht einmal vor Alten – geschweige denn vor unseren Gesetzen und der Polizei.Ich bin absolut dafür, Menschen aus Kriegsländern zu helfen. Wir würden auch Hilfe wollen, wenn wir an deren Stelle wären. Wir dürfen aber keine Respektlosigkeit, keine Gewalt und das Ignorieren unserer Gesetze und Sitten dulden! Wir wollen unsere Sicherheit in Europa beibehalten! Jeder Asylant sollte bei der ersten Straftat aus Deutschland ausgewiesen werden; für die Sicherheit der Menschen, die ein friedliches Leben in einem Rechtsstaat wollen. In Deutschland gibt es Gesetze, an die sich JEDER halten muss, egal woher er kommt.Nachtrag:ICH DISTANZIERE MICH AUSDRÜCKLICH VON ALLEN RECHTEN SOWIE LINKEN ÄUßERUNGEN, DIE GGF. DURCH PERSONEN VERKÜNDET WERDEN, DIE DIESES VIDEO TEILEN. ICH WOLLTE LEDIGLICH ÖFFENTLICH ZEIGEN WAS PASSIERT IST.Jetzt auch auf YouTube verfügbar:http://youtu.be/54vilMCux9E----------------------------------------------------------STELLUNGNAHME vom 03.02.2016, 1:13 Uhr:Ich habe bei weitem nicht mit solch einer großen Welle der Veröffentlichung gerechnet, als ich dieses Video veröffentlicht habe. Bei so vielen Aufrufen ist es verständlich, dass sich auch kritische Stimmen äußern. Leider wurden durch die Presse einige Fehlinformationen verbreitet. Ich möchte nun einige Fragen für Sie beantworten, welche mir häufig gestellt wurden:1) Woher weiß ich, dass es sich bei den Männern um Asylanten gehandelt hat?Selbstverständlich haben weder ich, noch die anderen Personen (Opfer und Zeugen), die Täter nach ihren Ausweisen gefragt. Auf Grund Ihrer schlechten Deutschkenntnisse gingen wir aber davon aus, dass es sich um Asylsuchende handelte. Möglich ist natürlich auch, dass es lediglich aggressive Urlauber aus Afghanistan waren, oder Menschen, die in zweiter oder dritter Generation in Deutschland leben. Dies schloss ich allerdings, wie bereits genannt, auf Grund der m. E. schlechten Deutschkenntnisse aus. Idealerweise hätte ich "Menschen mit Migrationshintergrund" schreiben sollen. Bitte haben Sie Nachsicht, dass dies hinsichtlich meines hohen Adrenalinspiegels direkt nach dem Vorfall nicht beachtet wurde.2) Weshalb habe ich nicht sofort die Polizei gerufen? Im Netz sind einige Falschmeldungen diesbezüglich kursiert. Hier nun die Wahrheit für Sie: Kurz nach Ende des Videos rief ich "Ich rufe jetzt die Polizei!". In diesem Moment ist die Bahn im Hauptbahnhof eingefahren. Andere Personen riefen dann "Steigt endlich aus!“ oder „Verschwindet!", woraufhin die Täter ausstiegen. Dabei wurden Personen, die am Ausgang standen weggestoßen. Mit ausgestiegen ist zudem der Herr mit Brille, der im Video angegriffen wurde. Einer der anderen Zeugen sagte, er werde die Polizei ebenfalls anrufen. Er stieg mit den Tätern am Hauptbahnhof aus. Da ich weiter fuhr und im U-Bahn-Tunnel keinen Empfang hatte, rief ich nicht an. Hauptgrund war allerdings, dass ich nicht beschreiben konnte wohin sie gingen, und weil ich mich darauf verlassen habe, dass der andere Zeuge die Polizei kontaktieren wird, der äußerte dies zu tun. Er stieg mit den Tätern aus und konnte somit genau deren Lage beschreiben.3) Falschmeldung der Polizei München sowie der MedienDie Polizei München schrieb auf Ihrer Facebook-Seite „Weder meldete er den Vorfall der Polizei, noch erstattete er eine Anzeige.“ Dies ist eine Falschmeldung, die meinen Ruf schädigen könnte, weshalb ich hierzu Stellung nehmen möchte. Obwohl ein anderer Zeuge die Polizei rufen wollte, und auch weil ich erwartete, eines der Opfer, insbesondere das Hauptopfer, würde die Polizei verständigen, entschied ich mich am Sonntagvormittag, den 31.01.2016 (Tag nach dem Vorfall), selbst anzurufen. Der Fall beschäftigte mich sehr und ich wollte sichergehen, dass Anzeige erstattet wurde – und ich wollte natürlich das Originalvideo übergeben. Ich rief die Telefonzentrale der Polizei München (089 / 29100) um 11:43 Uhr an und wurde mit der Polizei Neuhausen verbunden. Dem Herrn, der sich mit „Polizei Neuhausen, Grüß Gott!“ meldete, beschrieb ich die Tat sowie die Hintergründe (siehe insbesondere Punkt 2) und bot die Übergabe des Videomaterials an. (Für Kritiker: Hierfür habe ich Beweise.) Ihm war der Vorfall noch nicht bekannt. Er empfahl mir, die Polizei am Hauptbahnhof München aufzusuchen, weil die Tat dort ablief. Dies wollte ich am Montag tun. Im Laufe des Montags erhielt ich allerdings eine E-Mail der Kriminalpolizei, die mich bat sie umgehend zu kontaktieren. Dies tat ich zunächst telefonisch. Am Montagabend übergab ich das Videomaterial an den Beamten und schilderte die Tat ausführlich. Außerdem erklärte ich die gesamten Hintergründe. Deshalb kann ich nicht verstehen, weshalb diese Fehlinformation verbreitet wurde, dass ich die Polizei nicht kontaktiert habe. Ich habe die Polizei München kontaktiert, bevor ich kontaktiert wurde. Für die Verbreitung dieser Falschmeldung ist eindeutig die Polizei München verantwortlich, die massenhaft von der Presse zitiert wurde. Ich bitte der Fairness wegen höflich um Richtigstellung.4) Enttäuscht über Verzögerung und Fehlinformationen der deutschen MedienSie kennen vermutlich alle den Begriff „Lügenpresse“. Ich habe ihn lange hinterfragt, aber inzwischen verstehe ich ihn. Sehr enttäuschend finde ich die Leistung der deutschen Presse, die mit der Veröffentlichung deutlich länger gebraucht hat, als Medien in Großbritannien, Russland und sogar Australien. Besonders miserabel finde ich die Recherche der Süddeutschen Zeitung, die beispielsweise schreibt „Ein Video zeige, wie eine Gruppe Migranten in der Münchner U-Bahn zwei ältere Männer attackiert, nachdem diese versucht hätten, eine junge Frau vor Zudringlichkeiten der jungen Flüchtlinge zu schützen. So schreibt es das britische Boulevardblatt Daily Mail in seiner Online-Ausgabe.“ (Quelle: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchner-u-bahn-polizei-identifiziert-drei-schlaeger-nach-veroeffentlichung-von-pruegelvideo-1.2846298). Ich frage mich, weshalb die Süddeutsche einen falsch übersetzten Artikel aus Großbritannien als Quelle verwendet, wenn doch die Originalquelle (mein Bericht auf Facebook) öffentlich zugänglich ist. All diese Informationen entsprechen der Wahrheit und können mit Sicherheit von den anderen Zeugen oder den Opfern bestätigt werden. Bitte entschuldigen Sie, dass ich auf Grund der vielen Anfragen nicht jede einzelne Nachricht beantworten konnte. Ich denke, dass ich die wichtigsten Fragen hiermit beantwortet habe.Bitte haben Sie Verständnis, dass ich keine weiteren Fragen zu diesem Thema beantworten werde. Ich bitte dies zu respektieren und keine weiteren Nachfragen an mich zu richten. Die Aktivität auf diesem Facebook-Account wird eingestellt werden.TR

Posted by Tom Roth on Samstag, 30. Januar 2016

Es wurde tausendfach geteilt und erregte internationale Aufmerksamkeit - auch die Aufmerksamkeit der Polizei, die seitdem ermittelt. Die Beamten konnten mittlerweile den Abend der drei Afghanen rekonstruieren. Die drei Männer fielen in mehreren Münchner U-Bahnen durch Pöbeleien und Gegrapsche auf.

Wie tz.de berichtet, wurde einer der drei Männer zwar am Samstagabend von den Beamten mit auf die Wache genommen, dann aber wieder laufen gelassen. Grund war offenbar, dass noch keine Informationen zu den Handgreiflichkeiten in der U1 vorlagen, die die Polizei durch die Rekonstruktion des Abends ermittelte.

Nun wollte die Polizei die drei Afghanen zu dem Fall befragen. Doch: An den gemeldeten Wohnsitzen in München und Umgebung war keiner der drei Afghanen anzutreffen, wie ein Sprecher der Polizei gegenüber tz.de bestätigte. Ob nun per Haftbefehl nach den Männern gesucht wird, ist noch unklar. Das sei die Entscheidung der Justiz, meint ein Polizei-Sprecher gegenüber tz.de.

Was in den letzten Tagen durch die Veröffentlichung meines Handyvideos passiert ist, kann ich immer noch kaum...

Posted by Tom Roth on Mittwoch, 3. Februar 2016

mh

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