Arbeit für Bundespolizei München

Randalierender Somalier hat mehrere "Namen" und Ausweise

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München - Ein Somalier (28), der in der Bundesrepublik mit mehreren Aliasdaten polizeibekannt ist, sorgte in einem Regionalzug für Aufregung, indem er eine Zugbegleiterin attackierte. Doch das war noch nicht alles:

Am Montag gegen 15.40 Uhr saß ein 28-Jähriger Somalier mit zwei Begleitern aus Somalia und Guinea-Bissau, alle mit Fahrscheinen für die 2. Klasse, in der 1. Klasse eines Regionalzuges. Gegenüber der Zugbegleiterin des RB 27056 (Landshut - München Ost) wurde der alkoholisierte Kontrollierte, der die beschuhten Füße auf der Sitzbank hatte, ausfällig und beleidigte die DB-Mitarbeiterin. Alle drei weigerten sich in die 2. Klasse zu wechseln. 

Nachdem er auch bedrohlich die Hand erhob und einen Faustschlag androhte, schloss die 45-Jährige den Somalier von der Weiterfahrt aus. Am Bahnhof Hörlkofen, Landkreis Erding, musste der 28-Jährige, begleitet von seinen beiden afrikanischen Begleitern, die Regionalbahn verlassen.

Anschließend hielt sich der 28-jährige Somalier im Gleisbereich auf. Er schrie laut herum und verängstigte einen Fahrdienstleiter. Der Somalier trat und schlug gegen die Tür des Gebäudes, woraufhin sich der DB-Mitarbeiter einschloss und die Bundespolizei verständigte.

Während sich die beiden Begleiter, wie zuvor schon auch gegenüber den Beamten ruhig verhielten, blieb der Ostafrikaner aggressiv, unkooperativ und provozierend. Da die Identität nicht zweifelsfrei vor Ort geklärt werden konnte, musste der 28-Jährige mit zum Revier am Ostbahnhof. Bei der Durchsuchung wurden mehrere Ausweispapiere, darunter eine ungarische Identitätskarte und ein Reisepass sowie eine Meldebescheinigung als somalischer Asylsuchender, stets mit unterschiedlichen, nicht mit dem Somalier übereineinstimmenden Personalien aufgefunden.

Nach erkennungsdienstlicher Behandlung und Fast-ID stellte sich heraus, dass der Ostafrikaner in der Bundesrepublik bereits wiederholt mit unterschiedlichen Personalien polizeilich in Erscheinung getreten war. Unter seinen "richtigen" Namen hatte der 28-Jährige wegen dreier Delikte (Widerstand, Diebstahl und Bedrohung) zudem drei verschiedene Fahndungsnotierungen offen. 

In einem Fall des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte war der Somalier am 10. Oktober 2014 bereits zu einer Geldstraße von 300 Euro verurteilt worden. Da er diese bislang nicht beglich, muss er nun zur ersatzweisen Vollstreckung 30 Tage in Haft und wurde den Justizbehörden überstellt. Jetzt erwartet den Asylbewerber ein weiteres Verfahren wegen versuchter Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung.

Pressemeldung Bundespolizei München

Rubriklistenbild: © dpa

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