Einsatzreicher Sonntag in München

Türke will Landsmann Flasche auf Kopf schlagen

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München - Am Sonntag und in der Nacht auf Montag hatte die Bundespolizei alle Hände voll zu tun. Wegen Übergriffen mussten die Beamten mehrfach ausrücken. In beiden Fällen war Alkohol im Spiel.

Gegen 13.55 Uhr am Sonntag, den 22. November, soll es am Haupteingang des Münchner Hauptbahnhofes zu einer gefährlichen Körperverletzung gekommen sein. Ein 72-jähriger Türke aus Allach stand, sich mit Bekannten unterhaltend, am Haupteingang. Offensichtlich grundlos soll ein anderer, ebenfalls 72-jähriger Türke aus Untergiesing, mit einer gefüllten Glasbierflasche in Richtung des Kopfes des Allachers geschlagen haben. Dieser konnte geistesgegenwärtig den Arm zum Schutz nach oben nehmen und den unvermittelten Angriff abwehren. Beim Tatverdächtigen wurde ein Atemalkohol von 1,38 Promille gemessen. Der Allacher erlitt eine Platzwunde am Unterarm, die er aber nicht ärztlich behandeln lassen wollte.

Auch ein Zeuge wurde festgenommen

Bei einem Zeugen des Vorfalles, einem 51-jährigen Türken aus Berg am Laim, wurde bei einem Datenabgleich ein aktueller Haftbefehl festgestellt. Bei ihm erbrachte ein Atemalkoholtest einen Wert von 2,15 Promille. Die Staatsanwaltschaft München I hatte den 51-Jährigen zur Fahndung ausgeschrieben. Er hatte die Geldstrafe eines Urteils des Amtsgerichtes München über 977 Euro wegen eines Vergehens gegen das Waffengesetz nicht beglichen. Da er den Betrag nicht beibringen konnte wurde er den Justizbehörden überstellt. Der Türke wird seine Strafe in den kommenden 60 Tagen ersatzweise in einer Justizvollzugsanstalt absitzen.

Pöbelnd in der S-Bahn

Der zweite Vorfall ereignete sich am Montagmorgen kurz nach Mitternacht. Gegen 0.10 Uhr kam es am Münchner Ostbahnhof zu einer Auseinandersetzung, bei der ein 20-jähriger Wohnsitzloser DB-Sicherheitspersonal beleidigt und angegriffen haben soll. Der alkoholisierte Mann saß schlafend in einer S-Bahn am Ostbahnhof. Als die DB-Mitarbeiter ihn weckten, reagierte er sofort aggressiv. Er gab an, auf dem Weg nach Wolfratshausen zu sein. Den Einwand, er sei in die falsche Richtung unterwegs, quittierte er mit Beleidigungen gegen die DB-Sicherheitsmitarbeiter. Als diese versuchten, den 20-Jährigen aus der Bahn zu bringen, soll er versucht haben nach ihnen zu schlagen und zu treten.

Erst kürzlich aus der Haft entlassen

Auch gegenüber den alarmierten Beamten der Bundespolizei war der mit 2,52 Promille Alkoholisierte zunächst aggressiv. Er beruhigte sich allerdings später im Gewahrsam. Bei einem Datenabgleich stellte sich heraus, dass der 20-Jährige erst am 13. November eine Sachbeschädigung begangen haben soll, weswegen gegen ihn polizeilich ermittelt wird. Erst vor drei Wochen war der Heranwachsende aus dem Jugendarrest entlassen worden. Dort hatte er einen Dauerarrest wegen Sachbeschädigung nach einem Urteil des Amtsgerichtes Wolfratshausen verbüßt.

Nicht sein erstes vergehen an diesem Sonntag

Weitere Ermittlungen ergaben, dass der 20-Jährige wenige Stunden vor dem Vorfall am Ostbahnhof, am Sonntagabend, den 22. November, gegen 22.30 Uhr, als Beteiligter eines Körperverletzungsdeliktes in Wolfratshausen in Erscheinung getreten war. Gegen den 20-Jährigen wird aktuell wegen zweier weiterer Delikte wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung aus dem Juni dieses Jahres ermittelt. Zudem wurde bekannt, dass der junge Mann eine Bewährungsauflage mit Alkoholverbot, verordnet am 25. März vom Amtsgericht Wolfratshausen, hatte.

Sowohl der 72-jährige Türke als auch der 20-jährige Deutsche werden heute auf Anordnung der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion München

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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