Zahlreiche Auseinandersetzungen in München

Viel Arbeit für die Bundespolizei in der Drei Königs-Nacht!

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München - In der Nacht zum Mittwochs hatte die Bundespolizei mit zahlreichen alkoholbedingten tätlichen Auseinandersetzungen zu tun. In einem Fall wurden Einsatzkräfte mit einer Flasche beworfen.

Am Bahnsteig in Sauerlach (Landkreis München) war es nach Mitternacht zu körperlichen Auseinandersetzungen unter alkoholisierten Jugendlichen und Heranwachsenden gekommen.

Bundespolizisten trennten gegen 01:55 Uhr mehrere Personen, die in eine körperliche Auseinandersetzung verwickelt waren. Nach erstem Ermittlungsstand sollen sich zwei Männer im Alter von 21 und 22 Jahren aus Unterhaching bzw. Taufkirchen geschlagen haben. Beide waren mit rund 1,1 Promille im Atem alkoholisiert und stehen im Verdacht wechselseitiger Körperverletzungen.

Die Streife der Bundespolizei wurde von ca. 20 herumstehenden Personen bepöbelt und bei Ausübung polizeilicher Maßnahmen erheblich gestört. Unter anderem wurde von einem bislang noch unbekannten Täter, vermutlich aus der Türe einer stehenden S-Bahn heraus, eine Gin-Flasche in Richtung der Bundespolizisten geworfen. Hierzu wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der Gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Bereits am Dienstagnacht (5. Januar) war es gegen 23:35 Uhr in einem Regionalexpress (RE 4092: München - Passau) zu einem körperlichen Angriff gegen eine Polizeibeamtin gekommen.

Ein 18-jähriger Grieche konnte gegenüber dem Kontrollpersonal keinen Fahrschein vorzeigen. Als er lautstark und aggressiv die Zugbegleiterin attackierte, kam vor dem Halt in Freising eine in der Ausbildung befindliche Landespolizistin hinzu. Der 18-Jährige griff die Polizistin an. Mitreisende unterstützten die Beamtin bei der Überwältigung des Griechen. Die Polizistin wurde nicht verletzt. Landespolizeibeamte der Polizeiinspektion Freising waren als erste Einsatzkräfte vor Ort. Auch sie wurden von dem 18-Jährigen attackiert. Bei dem Mann wurde später ein zur Fahndung ausgeschriebenes Mobiltelefon festgestellt. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts des Diebstahls, der Leistungserschleichung sowie wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Ebenfalls am Dienstag (5. Januar) waren gegen 16:45 Uhr bei der Leitstelle der Münchner Bundespolizei mehrere Notrufe eingegangen. Im Zwischengeschoss des Münchner Hauptbahnhofes sollte eine Gruppe von 30 bis 40 Personen in eine Auseinandersetzung verwickelt sein.

Vor Ort konnten zwei Gruppen nicht mehr recherchierbarer Größe aber mit Personen überwiegend türkischer bzw. syrischer Nationalität festgestellt werden. Nach ersten Ermittlungen soll die türkische Gruppe einen 27-jährigen Syrer, wohnhaft in Unterschleißheim, beleidigt haben. Wenig später soll ein 34-Jähriger Türke aus Feldmoching den Syrer tätlich angegriffen und ihm u.a. ins Gesicht geschlagen haben. Daraus soll sich ein Handgemenge entwickelt haben, bei dem weitere Personen, ein 24-jähriger Türke aus Oberschleißheim, ein 21-jähriger Türke aus Wittibreut im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn sowie ein 25-jähriger Iraker aus Ramersdorf den 27-jährigen Syrer tätlich angegangen haben sollen. Drei Begleiter des Syrers gleicher Nationalität im Alter von 26, 30 und 34 Jahren sollen den Vorfall nur beobachtet haben ohne einzugreifen. Vor Eintreffen der Bundespolizisten waren bereits zwei Mitarbeiter der U-Bahnwache schlichtend dazwischen gegangen. Die Bundespolizei hat bei insgesamt elf Personen Personalien erhoben und bei sechs Atemalkohol (jeweils mit 0,0 Promille) gemessen und Ermittlungen wegen Körperverletzung und Gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Ein 49-Jähriger Deutscher hielt sich am Dienstagabend (5. Januar) rauchend im Münchner Hauptbahnhof außerhalb eines Raucherbereiches auf. Als er von einer Bahnsicherheitsstreife aus dem Bahnhof verwiesen wird, ging er Richtung Ausgang Bayerstraße, wo er Reisende bepöbelte und beleidigte. Außerdem erhob er seine rechte Hand zum Gruß und rief mehrfach "Heil Hitler". Bis zum Eintreffen der alarmierten Bundespolizisten beleidigte der 49-Jährige auch die Bahnsicherheitsstreife. Als die Bundespolizisten den 49-Jährigen zur Wache verbrachten, versuchte er wiederholt nach den Bahnsicherheitsmitarbeiterin zu schlagen und zu treten. Zum weiteren Transport wurde er gefesselt. Eine Atemalkoholkontrolle brachte einen Wert von 2,29 Promille. Ein 26-jähriger DB-Mitarbeiter wurde leicht an der Hand verletzt. Gegen den 49-Jährigen wird Strafanzeige wegen Beleidigung, Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erstellt.

Am Mittwochmorgen (6. Januar) schlug ein 19-Jähriger aus Schwabing gegen 7 Uhr am Münchner Hauptbahnhof einem 38-Jährigem aus der Schwanthaler Höhe in Gesicht. Dieser hatte den 19-Jährigen zuvor beleidigt. Beide hatten mit 1,16 bzw. 1,65 Promille Alkohol im Atem. Die Bundespolizei ermittelt wegen Beleidigung und Körperverletzung.

Pressemeldung: Bundespolizei

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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