Streit eskaliert

20-Jähriger schlägt Polizistin ins Gesicht

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München - Gleich in zwei Fällen, musste die Bundespolizei aggressive und pöbelnde Menschen zur Ruhe bringen. Eine Bundespolizistin wurde dabei im Gesicht verletzt: 

In dem einen Fall ging es nur um 40 Cent. Im anderen Fall wurde eine Polizeikommissarin der Bundespolizei beim Schlichtungsversuch leicht verletzt.

Gegen 20.40 Uhr kam es am Donnerstag an einem Verkaufsstand im Münchner Ostbahnhof zu Bezahlstreitigkeiten. Ein 30-jähriger Iraker, der Verkäufer, stritt mit einem 44-jährigen Vietnamesen, dem Käufer, beim Bezahlvorgang um 40 Cent, die der Iraker zu wenig erhalten hatte. Dabei kam es auch zu gegenseitigen Beleidigungen. Aus Wut zeigte der Vietnamese dem Iraker den Mittelfinger und schmiss dem Verkäufer die aus dessen Sicht fehlenden 40 Cent entgegen. Der 30-Jährige warf das Geld zurück, wobei er mit einem Geldstück einen bis dahin unbeteiligten, danebenstehenden 46-jährigen Vietnamesen traf.

Dieser nahm nun seinerseits einen auf der Theke befindlichen Aluminium-Brothalter, warf ihn dem 30-jährigen Verkäufer nach und traf diesen an der Brust. Als der Iraker auch den Brothalter zurückwarf, traf er den 46-jährigen Vietnamesen am Bauch, an dem wenig später zahlreiche Kratzwunden erkennbar waren. Auch ein 22-jähriger Verkaufskollege, der neben dem 30-Jährigen Verkäufer stand, wurde vom Brothalter getroffen und dabei am Finger verletzt.

Jetzt ermittelt die Bundespolizei gegen den Iraker und die beiden Vietnamesen wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidung. Beim 44-Jährigen wurde ein Atemalkohol von 1,66 Promille gemessen.

Bundespolizistin wird verletzt 

Der zweite Fall ereignete sich kurz zuvor gegen 20 Uhr am Münchner Hauptbahnhof. Eine uniformierte Bundespolizistin, die sich verpflegen wollte, ging durch die Schalterhalle. Dort traf sie auf einen lautstark brüllenden 20-Jährigen aus Neubiberg. Dieser stritt sich mit zwei Servicemitarbeitern der Deutschen Bahn AG. Der Streit eskalierte und der Mann ging auf die beiden Servicemitarbeiter los. Die dazukommende Bundespolizistin ging dazwischen und wurde durch einen Schlag des 20-Jährigen an der Wange und an der Oberlippe getroffen. Der Polizeikommissarin gelang es, den Angreifer auf Distanz zu halten, bis eine Streife eintraf, die ihn vorläufig festnahm.

Die Bundespolizistin hatte nach dem Schlag ins Gesicht leichte Schmerzen und eine leichte Rötung an der Wange, war jedoch weiterhin dienstfähig.

Der Streit war unter anderem wegen einer Müllentsorgung entbrannt. Die Servicemitarbeiter baten den Mann seinen Müll sachgerecht, an einem der aufgestellten Abfalleimer, und nicht auf dem Boden zu entsorgen. Da der 20-Jährige am Boden saß, sollte er zudem, den für andere Reisende verstellten Weg freimachen. Daraufhin fing der Neubiberger erst an zu pöbeln und zu schreien, bevor er auf die beiden die DB-Mitarbeiter losging.

Gegen den 20-jährigen Neubiberger wird nun wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion München

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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