Trostberger MdB besorgt

Zech: „Die Türkei entwickelt sich zu einer despotischen Diktatur“

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München/Trostberg-  In einer Pressemitteilung zeigt sich der Bezirksvorsitzende der Jungen Union Oberbayern, Tobias Zech. über die massenhaften Verhaftungen und Entlassungen, die der türkische Staatspräsident nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei veranlasst hat.

„Die Türkei unter Erdogan entwickelt sich immer weiter weg von einer Demokratie hin zu einer despotischen Diktatur“, fasst der aus Trostberg stammende Bezirksvorsitzende Tobias Zech die Befürchtungen zusammen. Unter diesen Vorzeichen müsse man ein besonderes Augenmerk auf den vom türkischen Staat finanzierten, geleiteten und kontrollierten Verein DITIB werfen und – vor allem - auf die von dem Verein entsandten Imame. „Es kann nicht sein, dass in deutschen Moscheen türkische Staatspropaganda verbreitet wird“, so Zech. Gerade in der momentanen Phase müsse man genau darauf achten, wie Erdogan über zentral verfasste Predigten versuche, Einfluss auf die in Deutschland lebenden Muslime und damit auch auf die deutsche Innenpolitik zu gewinnen

Die Junge Union Oberbayern fordert deshalb ein klares Bekenntnis zu unserer freiheitlichen Grundordnung, von allen Imamen, die in Deutschland predigen wollen. Um dies sicherzustellen, müssten gegebenenfalls die Überwachungsmaßnahmen in verdächtigen Moscheen verstärkt werden.

Auch ein generelles Verbot der Finanzierung von Religionsgemeinschaften durch ausländische Regierungen, verpflichtende Deutschkenntnisse für Imame oder eine generelle Plicht der Ausbildung bzw. zumindest einer Zulassungsprüfung in Deutschland sei zu diskutieren. Hier gelte es sich mit Vertretern der verschiedenen Islamverbände zusammenzusetzen und Lösungen zu finden. „Wir wollen einen aufgeklärten Islam europäischer Prägung in Deutschland, einen Islam, der fest in unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung verankert ist“, schließt Zech.

Hintergrundinformation:

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V. (türkisch Diyanet İşleri Türk İslam Birliği, abgekürzt DİTİB) ist als bundesweiter Dachverband für die Koordinierung der religiösen, sozialen und kulturellen Tätigkeiten der angeschlossenen türkisch-islamischen Moscheegemeinden zuständig. Der Verband mit Sitz in Köln-Ehrenfeld ist ein seit dem 5. Juli 1984 beim Amtsgericht Köln eingetragener Verein. Er untersteht der dauerhaften Leitung, Kontrolle und Aufsicht des staatlichen Präsidiums für Religiöse Angelegenheiten der Türkei, welches dem türkischen Ministerpräsidentenamt angegliedert ist. Er ist Gründungsmitglied des Koordinierungsrats der Muslime. Der Vorsitzende der DITIB ist in Personalunion auch türkischer Botschaftsrat für religiöse und soziale Angelegenheiten. Zudem werden die an staatlichen theologischen Hochschulen in der Türkei ausgebildeten Imame der DITIB für fünf Jahre nach Deutschland geschickt und sind de facto Beamte des türkischen Staates, von dem sie auch bezahlt werden.

Pressemitteilung JU Oberbayern

Quelle: chiemgau24.de

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