Münchner Bundespolizei stark gefordert

Zahlreiche Gewaltdelikte am Wochenende

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München - Nach einem eher ruhigen zurückliegenden Wochenende, gab es speziell am Samstag und in den Morgenstunden am Sonntag für die Bundespolizei einige Einsätze im Rahmen von Gewaltdelikten an Bahnhöfen und Haltepunkten, die alle recht glimpflich ausgingen.

Am Freitagabend (19. Februar) war am Bahnsteig 2 (Richtung Hackerbrücke) des Münchner Hauptbahnhofes ein 34-jähriger Inder aufgrund von Kreislaufproblemen - ohne Fremdeinwirkung - ins Gleis gestürzt. Der Mann erlitt nach ersten Angaben, leichte Verletzungen am Hinterkopf und wurde in eine Klinik verbracht. Fahrgäste hatten den Mann aus dem Gleisbereich geborgen. Es kam zu kurzer Sperrung der stadtauswärtsfahrenden S-Bahnen.

60-Jähriger mit 1,66 Promille

Kurz vor 23:00 Uhr gerieten am Freitag (19. Februar) zwei Männer im Alter von 60 und 39 Jahren am Bahnsteig 1 des Haltepunktes Laim in Streit. Mitarbeiter des zivilen S-Bahnprüfdienstes versuchten den Streit zu schlichten. Dabei soll der 60-Jährige aus Neuhausen zunächst beleidigt und dann körperlich auf die beiden Bahnmitarbeiter losgegangen sein. Dabei erlitt ein 27-Jähriger leichte Verletzungen am Auge, sein 36-jähriger Kollege an der Unterlippe.

Nach ersten Ermittlungen und Zeugenaussagen soll der 60-Jährige von den Kontrolleuren, am Boden liegend, ebenfalls geschlagen worden sein. Der 60-Jährige hatte beim Eintreffen der Polizei leichte Verletzungen an der Stirn, Prellungen im Gesicht und am Oberkörper. Zudem war das Hemd des Mannes, bei dem 1,66 Promille Atemalkohol gemessen wurden, zerrissen. Der genaue Tathergang muss noch ermittelt, Videoaufzeichnungen ausgewertet werden.

Am Hauptbahnhof aufeinander eingeschlagen

Gegen 01:50 Uhr des Samstags (20. Februar) geriet ein 34-Jähriger am Ausgang Bayerstraße des Münchner Hauptbahnhofes mit einem bisher Unbekannten in Streit. In Folge der verbalen, kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung in der beide aufeinander eingeschlagen haben sollen. Dabei erlitt der 34-Jährige leichte Verletzungen im Gesicht. Als Freunde von beiden dazwischen gingen, verschwand der Unbekannte unerkannt.

Gegen zwei Uhr gerieten mindestens drei Personen am Hauptbahnhof in Streit. Dabei sollen ein 19-jähriger Senegalese und ein 21-jähriger Afghane mit einer bislang unbekannten dritten Person in eine körperliche Auseinandersetzung geraten sein. Dabei soll der 19-Jährige auf die anderen beiden eingeschlagen haben. Nach Zeugenaussagen wurde der unbekannte Dritte, der flüchtete als Passanten eingriffen, im Gesicht verletzt worden sein.

Serbe mit gefälschtem Pass

Gegen 13:30 Uhr des Samstags (20. Februar) zeigte ein 28-jähriger Serbe bei einer Personenkontrolle am Haltepunkt Feldmoching gegenüber Bundespolizisten eine gefälschte slowenische Identitätskarte vor. Der Mann aus Laim war kontrolliert worden, nachdem er zuvor die Gleise überqueren wollte. Die ID-Karte wurde sichergestellt und wird nun einer kriminaltechnischen Untersuchung zugeführt. Nach erstem Anschein handelt es sich um eine Totalfälschung. Angaben, woher diese stammte, machte der Serbe zunächst nicht.

Am Marienplatz aufeinander eingeschlagen

Um 18:45 Uhr des Samstags (20. Februar) gerieten am S-Bahnhaltepunkt Marienplatz ein 37-jähriger Haarer und eine 19-Jährige aus Immenstadt aneinander. Als zwei 19-jährige Begleiter der Allgäuerin schlichten wollten, fasste der 37-Jährige der 19-Jährigen ins Gesicht, woraufhin diese dem Älteren mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben soll. Bahnsicherheitsmitarbeiter griffen schlichtend ein, bevor es zu weiteren Konfrontationen kommen konnte. Die Frau klagte über Kopfschmerzen, bei dem Mann aus Haar ging der Pullover kaputt.

Gewürgt und gegen Tür gedrückt

Kurz nach 21 Uhr war ein 28-Jähriger aus der Au in der S-Bahn (Linie S-6) zwischen den Haltepunkten Donnersbergerbrücke und Hauptbahnhof vom Bahnprüfdienst ohne gültigen Fahrschein kontrolliert worden. Der Mann zeigte sich unkooperativ und provozierend. Am Hauptbahnhof stiegen der 28-Jährige, sein Begleiter und die vier Prüfdienstmitarbeiter aus und warten auf die alarmierte Bundespolizei. Während des Wartens soll der 28-Jährige mehrere Fluchtversuche unternommen haben. Bei einem weiteren Fluchtversuch soll er von einem 41-jährigen Bahn-Mitarbeiter durch einen ausgestreckten Arm den Oberkörper ergreifend aufgehalten worden sein. Auch nach Eintreffen der Bundespolizeistreife verhielt sich der Mann aus der Au stark provozierend. Er wollte sich gegenüber den Beamten nicht ausweisen und Beschuldigte den 41-Jährigen, ihn gewürgt und gegen die S-Bahntür gedrückt zu haben.

Mit 1,9 Promille nach Sicherheitsmann geschlagen

Kurz vor 5 Uhr des Samstags (21. Februar) geriet ein 35-jähriger Schwabinger mit einem Kunden in einem Schnellrestaurant am Münchner Ostbahnhof in Streit. Ein Securitymitarbeiter ging dazwischen. Dabei soll der 35-Jährige versucht haben, nach dem Sicherheitsmann zu schlagen. Dieser konnte den Schlag jedoch abwehren und brachte den Schwabinger, bei dem 1,9 Promille Atemalkohol gemessen wurde, zu Boden.

19-Jähriger leistet Widerstand

Gegen 5:45 des Sonntags (21. Februar) wurden im Rahmen einer körperlichen Auseinandersetzung am Ausgang Bayerstraße des Hauptbahnhofes vier junge Männer eritreischer Nationalität zur Dienststelle der Bundespolizei am Gleis 26 verbracht. Auf dem Weg dorthin leistete ein 19-Jähriger den Beamten Widerstand. Die drei anderen im Alter von 18, 22 und 23 Jahren widersetzten sich dann in der Wache den Anweisungen und Maßnahmen. Ermittlungen ergaben, dass alle vier sich bereits wenige Stunden zuvor wegen des Verdachts eines Raubdeliktes in polizeilicher Obhut befunden hatten. Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde die Richtervorführung angeordnet.

Ganze Gruppe verweigert Aussage

Am Sonntagmorgen (21. Februar) soll ein 21-Jähriger aus Altusried im bayerisch-schwäbischen Landkreis Oberallgäu eine bislang unbekannte Person geschlagen haben. Der Mann soll von zwei Männern einer Gruppe von fünf Personen provoziert worden sein. Im Verlauf der Auseinandersetzung sollen auch zwei weitere, noch unbekannte Personen, sich beteiligt und zugeschlagen haben. Bei Eintreffen einer alarmierten Bundespolizeistreife hatte sich die Personengruppen bereits aufgelöst und den Tatort bereits verlassen. Alle noch auffindbaren Personen der Gruppe wurden zur Dienststelle verbracht. Die gesamte Gruppe zeigte sich unkooperativ und verweigerte die Aussage zur Sachverhaltsaufklärung. Nach jetzigen Erkenntnissen blieben fast alle Personen unverletzt, nur der bislang unbekannte Geschädigte soll sich am Knie verletzt haben.

In den vorgenannten Fällen hat die Bundespolizei Ermittlungen, vorwiegend wegen diverser Körperverletzungsdelikte eingeleitet. Außerdem wurden diverse Videoaufnahmen gesichert, die in den kommenden Tagen ausgewertet werden.

Pressemitteilung Bundespolizei München

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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