Nach Shitstorm im Netz

Münchner Luxushotel muss 150.000 Euro teuren Christbaum entfernen

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München - Das 5-Sterne Mandarin Oriental Hotel geriet übers Wochenende in die Schlagzeilen - ein regelrechter Shitstorm tobte auf der Facebook-Seite des Luxushauses. 

Zuerst berichtete die Abendzeitung über den "Pannenbaum" des Hotels, nun griffen auch überregionale Redaktionen wie Stern und Welt das Thema auf. 

Das Luxushotel hatte sich heuer einen Christbaum des italienischen Modelabels Fendi gegönnt. Das Problem: Bekannt ist Fendi für seine Pelz- und Lederwaren. 

Und so hingen in München puschelige Anhänger am Baum - aus totem Fuchs, Kaninchen, Hase und Nerz. Die bunt eingefärbten Anhänger sollen laut Medienberichten zwischen 490 bis 1200 Euro kosten - insgesamt dürfte sich der Preis des Baumschmucks auf 150.000 Euro summiert haben. 

Meetings by the @fendi christmas tree at @mo_munich ❤️✨

Ein von Nel-Olivia Waga (@her_etiquette) gepostetes Foto am

Shitstorm von Tierschützern

Echtpelz am Weihnachtsbaum? Das geht für viele Tierschützer zu weit. Auf der Facebook-Seite des Hotels entwickelte sich ein regelrechter Shitstorm, der noch lange nicht abgeflaut ist. Immer noch werden negative 1-Sterne-Bewertungen auf Facebook verfasst mit Kommentaren wie: "Der Weihnachtsbaum von Fendi ist ein Schandfleck" oder "Was haben die sterblichen Überreste grausam zu Tode gequälter Tiere mit Weihnachten zu tun?". 

Eine andere Facebook-Userin schrieb empört: "Peinlich, ekelerregend und empathielos zum Fest der 'Liebe' das Fell von Tieren aufzuhängen die vergast, erschlagen, stranguliert werden. Geschmackloser geht es nicht!"

Das Hotel reagierte rasch auf die Kritik: Ein Foto des Baumes wurde von der Facebook-Seite entfernt, Hasskommentare gelöscht und angekündigt, den Baumschmuck zu entfernen und durch einen traditionell geschmückten Christbaum zu ersetzen. 

mg

Rubriklistenbild: © facebook.com/MandarinOrientalMunich

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