Bundespolizei macht keine Angaben:

Werden Grenzkontrollen verstärkt?

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Freilassing - Seit den Anschlägen in Paris werden auf politischer Ebene verstärkte Grenzkontrollen gefordert. Die Bundespolizei macht dazu keine Angaben. Erklärt aber, wie die Flüchtlinge registriert werden.

Mit Beginn der Grenzkontrollen am 13. September werden alle einreisenden Flüchtlinge registriert, es werden ihre Fingerabdrücke genommen und die Daten, vor allem, wenn kein Pass vorliegt, mit den verschiedenen Fahndungslisten abgeglichen. Gleichzeitig werden die Flüchtlinge nach gefährlichen Gegenständen durchsucht.Erhöhte Alarmbereitschaft

Ob der Bundespolizei bei diesen Kontrollen schon mögliche IS-Kämpfer oder Terroristen ins Netz gegangen sind, wird aus ermittlungstaktischen Gründen nicht verraten, genauso wenig, ob auf die Forderung der Politik nach verstärkten Kontrollen eingegangen wird. Die Hilfesuchenden werden aber nach ihrem Fluchtweg befragt.

Fakt ist, dass die Bundespolizei jetzt nicht nur bei den Grenzkontrollen in unserem Gebiet, sondern vor allem im Zugverkehr und an den Flughäfen in erhöhter Alarmbereitschaft ist.

Salzburger Sikhs betonen humanitäres Engagement

Gleichzeitig haben am Samstag Vertreter der Sikh, die seit Wochen in der Asfinag für tausende Flüchtlinge kochen, ein Gespräch mit der Einsatzleitung erbeten. Sie teilten angesichts des Terroranschlags in Paris mit, dass ihr Engagement aus rein humanitären Gründen erfolge.

Ihr Glaube gebiete es, dem Nächsten zu helfen, berichtet die Stadt Salzburg. Das betreffe Angehörige aller Religionen. Die Sikh-Vertreter wiesen ausdrücklich darauf hin, dass „keine wie immer gearteten politischen Motive dahinter stehen“. Sämtliche Lebensmittel würden allein durch Spenden finanziert. Abschließend wiesen Sie darauf hin, dass sie der Stadt und dem Land Salzburg helfen wollen.

Die Einsatzleitung sprach ihnen das Vertrauen aus. Bezirkseinsatzleiter Michael Haybäck: „Es gibt für uns überhaupt keinen Grund, an den guten Absichten zu zweifeln. Das Sikh-Team macht hier eine tolle, freiwillige Arbeit. Das Essen wird von den Flüchtlingen sehr gelobt.“

Um die 1000 Flüchtlinge in Salzburg und Freilassing

Insgesamt waren am Sonntag 950 Flüchtlinge in der Freilassinger Notunterbringung. Mit einem Sonderzug und mehreren Bussen sollten diese Menschen ins Bundesgebiet weitergeleitet werden.

Auf Salzburger Seite befanden sich auf dem Gelände der alten Autobahnmeisterei in Liefering gegen Mittag 870 Menschen, während sich im Zeltlager an der Saalachbrücke rund 310 Flüchtlinge aufhielten und auf ihren Grenzübertritt nach Deutschland warteten.

cz/Stadt Salzburg/Landratsamt Berchtesgadener Land

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © dpa - picture alliance/Symbolbild

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