"Müssen aus dem Votum Lehren ziehen"

Brexit: Bayerische Wirtschaft fordert Reform der EU

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München - Für die bayerische Wirtschaft ist das Austritts-Votum der Briten ein herber Schlag, denn das Königsreich ist zweitgrößter Exportmarkt. Gefordert werden jetzt grundlegende Reformen.

Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft fordert nach dem Austritt der Briten eine grundlegende Reform der Europäischen Union. „Statt neue Vorschriften im Bereich Arbeit und Soziales zu erlassen, brauchen wir in der Flüchtlingspolitik ein gemeinsames europäisches Handeln. Der Stabilitäts- und Wachstumspakt ist ohne Abstriche umzusetzen“, sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt am Freitag in München. Die EU müsse aus dem Referendum Lehren ziehen und „die Ursachen für Austritts-Bestrebungen bekämpfen“. Dazu gehöre, „streng nach dem Subsidiaritätsprinzip zu handeln“.

Für Bayern sei der EU-Austritt des Königreichs ein harter Schlag: „Seit dem vergangenen Jahr ist es mit 8,6 Prozent der Ausfuhren hinter den USA der zweitgrößte Exportmarkt Bayerns.“ Die politische Krise der EU werde sich verschärfen. Deutschland verliere einen wichtigen Partner bei der Verteidigung von Freihandel und Marktwirtschaft. Um die Phase der Unsicherheit und der Investitions- und Kaufzurückhaltung so kurz wie möglich zu halten, müssten die EU und Großbritannien „den künftigen Umgang miteinander schnell definieren“, forderte Brossardt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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