Nach tragischem Unglück um Buben (6) in Palling

Unfalltod im Wohngebiet: "Es geht zu wie auf einer Autobahn"

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Foto vom vergeblichen Rettungseinsatz in der Pallinger Sonnenfeldstraße am Montag. 

Palling - Das tragische Unglück passierte mitten im Wohngebiet: Am Montag wurde ein Bub (6) von einem Auto erfasst - er starb noch an der Unfallstelle. Nur eine Frage der Zeit wegen des vielen Verkehrs?

Alle sind schockiert, viele aber auch wütend: Am Montag wurde ein sechsjähriger Bub auf seinem Tretroller in der Sonnenfeldstraße tödlich von einem Auto erfasst. Hängt der tragische Unfall auch mit dem vielen Ausweichverkehr durch das Wohngebiet im Pallinger Südwesten zusammen?

Viele Staugeplagte weichen über das Wohngebiet aus

"Zu den Hauptverkehrszeiten geht es da zu wie auf einer Autobahn", so eine Pallingerin gegenüber dem Trostberger Tagblatt, die lange in der benachbarten Buchetstraße wohnte. Ein solch dramatisches Unglück sei nur eine Frage der Zeit gewesen. Am Steuer saß ein 61-Jähriger aus dem Landkreis Altötting.

Bilder vom schrecklichen Unfall in Palling

Das Problem: Sternförmig laufen in Palling drei Kreisstraßen und eine Staatsstraße zusammen. Vor allem zu den Stoßzeiten kommt es dann immer wieder zu massiven Staus in Palling - unter anderem an der TS42 aus Richtung Traunreut. Viele Autofahrer, die nach Norden in Richtung Trostberg oder Feichten müssen, geben dann entnervt auf und wollen über das Wohngebiet rund um Buchet- und Sonnenfeldstraße abkürzen

Tempo 30 wäre "ein kleiner Schritt"

Eine Verkehrslösung für die Ortsmitte ist nicht in Sicht: "Schon vor vielen Jahren äußerten wir unsere Wünsche an das Landratsamt, dass nicht der ganze Verkehr im Ort zusammenläuft", so Pallings Geschäftsleiter Lorenz Mayer gegenüber chiemgau24.de. Doch das Problem sei unwahrscheinlich schwierig in den Griff zu kriegen: "Zu den Stoßzeiten sind die Siedlungsstraßen dann voll", weiß auch er. 

Auch Tempo 30 für das Wohngebiet sei im Gemeinderat schon wiederholt angesprochen worden. Wegen der "rechtlichen Problematik" habe man dann aber wieder davon abgelassen, so Mayer: "Es wäre zumindest ein kleiner Schritt. Aber man kann den Leuten kaum verbieten, dort durchzufahren." Für die Angehörigen des verunglückten Buben entbrennen die Diskussionen nun aber leider viel zu spät aufs Neue. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

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