Mitfahrgelegenheit

Naiver Autofahrer an Schleusung beteiligt

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Eigentlich bot ein 35-jähriger Autofahrer nur eine Mitfahrgelegenheit von Wien nach Bayern an. Unfreiwillig war er so an einer Schleusung beteiligt.

Straubing - Nichtsahnend hat ein 35-Jähriger zwei junge Männer aus Pakistan über die Grenze zwischen Bayern und Österreich gebracht. Die "Mitfahrer" waren illegale Einwanderer.

Bei einer Kontrolle hielten Zivilfahnder der Verkehrspolizei Deggendorf einen PKW aus Österreich an, berichtet die Mittelbayerische Zeitung. Unter den Insassen waren zwei 16 und 24 jahre alte Pakistaner, die keine Ausweispapiere vorweisen konnten. Schnell war klar, dass es sich um illegale Einwanderer handelt - und der Fahrer mit dem Verdacht konfrontiert, ein Schleuser zu sein.

Dieser jedoch konnte sich rechtfertigen: Über eine Mitfahrzentrale hatte der in Bayern lebende Österreicher angeboten, Mitfahrer gegen Bezahlung von Wien nach Bayern mitzunehmen. Ein noch unbekannter Dritter, der mutmaßliche Schleuser der beiden, hatte die Fahrt gebucht und bezahlt.

Polizei rät Fahrern zum Blick in den Pass

Beim Fahrer riefen die beiden ausländischen Fahrgäste offenbar keine Bedenken hervor, sagte ein Polizeisprecher in Straubing: „Er ist da ganz blauäugig rein gegangen.“ Der Fahrer wurde von der Polizei entlassen, die Suche nach dem unbekannten Schleuser dauert noch an.

Nach Berichten der Mittelbayerischen Zeitung wurde der 16-jährige Geschleuste an das zuständige Jugendamt übergeben, der 24-Jährige stellte einen Asylantrag in Deutschland.

Die Kripo rief alle Nutzer von Mitfahrzentralen auf, bei grenzüberschreitenden Fahrten besonders vorsichtig zu sein. Zuweilen sei auch ein Blick in die Ausweise der Mitfahrer sinnvoll.

dpa

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