"Out of Rosenheim" für Weltmarkt

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Noch blühen keine Rosen, und auch die "Out of Rosenheim" (kleines Bild) knospt erst Anfang Juni. So mussten sich die Gewinnerinnen unseres Preisausschreibens mit den Narzissen im Riedergarten als Dekoration zufrieden geben (von links): Irmgard Rossel, Kerstin Bohne (knieend) und Traudl Schorn. Sie werden eingerahmt von Anton Nickl (links) und City-Manager Günter Boncelet. Foto : Heuser

Rosenheim - Noch blühen keine Rosen und auch die "Out of Rosenheim" wartet mit dem Knospen im Riedergarten noch. Trotzdem bekam die Blume jetzt schon Besuch: von ihren Taufpaten.

Zur kommenden Landesgartenschau wurde eine Rose mit dem ADR-Siegel, was der höchsten Qualitätsstufe entspricht, gezüchtet. Zusammen mit dem Verein City-Management Rosenheim rief das Oberbayerische Volksblatt letzten Juni seine Leser auf, der Rose einen Namen zu geben. Einzige Vorgabe: Der Begriff Rosenheim musste im Namen vorkommen.

Ende des 18. Jahrhunderts stellte Daniel August Schwarzkopf in Deutschland die erste gezüchtete Rose, die "Perle von Weißenstein", vor. Seitdem hat sich die Rose zu einer der beliebtesten Blumen entwickelt.

In der Folge trafen von rund 370 Lesern aus Stadt und Landkreis über 1000 Vorschläge in der Redaktion ein. Besonders taten sich die "Damen von der Bauverwaltung" der Stadt Rosenheim hervor, die als Team gleich 15 verschiedene Vorschläge einreichten - von "Rosenheimer Bussi" bis "Fesche Rosenheimerin".

Die Jury, daunter auch der international tätige Rosenzüchter Wilhelm Kordes aus Klein Offenseth-Sparrieshoop (Holstein), trat im Herbst zusammen und wählte den Namen "Out of Rosenheim" aus, der von sechs Teilnehmern eingesandt worden war. "Out of Rosenheim" war der Titel eines Films mit Marianne Sägebrecht und Jack Palance, der unter diesem Titel nur im deutschsprachigen Raum lief. Im Ausland hieß er "Café Bagdad" - leider.

Dort aber könnte jetzt auch die neue Rosenzüchtung punkten, denn sie darf jetzt weltweit unter diesem Namen vertrieben werden. Das Ergebnis der internationalen Prüfung, ob dieses Namensrecht nicht schon an einen anderen Züchter vergeben ist, hatte lange gedauert.

Den ersten Preis - zwei Dauerkarten für die Landesgartenschau vom Verein City-Management Rosenheim im Wert von 190 Euro und einen Gutschein über 500 Euro vom Bellandris-Gartencenter Nickl - hat Traudl Schorn aus Stephanskirchen gewonnen. Den zweiten Preis, einen Gutschein des Gartencenters über 100 Euro, erhält Kerstin Bohne aus Bruckmühl, und dritte Gewinnerin ist Irmgard Rossel aus Rosenheim, die vom Gartencenter einen Gutschein über 50 Euro bekommt.

Bei der Neuzüchtung handelt es sich um eine "nostalgische Beetrose mit dichtgefüllter Blüte, leuchtend blutrot", so Rosenexperte Achim Morgenstern vom Gartencenter. Sie wird etwa 90 Zentimeter hoch und hat einen leichten Wildrosenduft. Sie wird einen Platz im Riedergarten erhalten und am 16. Juni von Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer offiziell getauft.

hh/Oberbayerisches Volksblatt

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