Facebook: "Katastrophenhilfe Bayern"

Video: "DANKE Für jede helfende Hand!"

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Die Innstraße in Simbach am Freitagnachmittag

Passau/Simbach - Alles zu verlieren, ist keine schöne Vorstellung. Das ist wohl auch der Grund für Facebookgruppen wie "Katastrophenhilfe Bayern". innsalzach24 stellt sie beispielhaft für viele andere vor.

"Diese Gruppe dient ausschließlich dazu, um den Opfern Hilfe anzubieten oder das gegebenenfalls die Opfer von Hochwassers hier um Hilfe bitten können", schreibt Lisa Kahl in der Beschreibung ihrer offenen Facebookgruppe "Katastrophenhilfe Bayern". Aus aktuellem Anlass habe sie diese Gruppe gegründet. Hier, wie vielerorts in den sozialen Medien, tauschen sich Betroffene, Interessierte und Freiwillige Helfer aus, tragen Informationen zusammen, organisieren Hilfen

Der innere Antrieb

Gemeinsam geht es leichter

Eigentlich sei sie Sächsin, erklärt die Initiatorin und Administratorin der Facebookgruppe "Katastrophenhilfe Bayern" im Telefoninterview gegenüber innsalzach24. Heute lebt sie in Großraum Passau. "Ich bin auch nicht bei der Feuerwehr oder beim Roten Kreuz", sagt sie, "ich wollte einfach nur was tun". Als in der Region ansässig, war es ihr ein persönliches Anliegen, nach ihren Mitteln und Wegen zu helfen. 

Dabei herausgekommen ist eine schnell wachsende Facebookgruppe. Kurz nach der Katastrophe hat sie Lisa Kahl eingerichtet. Nur wenige Stunden später waren es schon 2000 Gruppenmitglieder. Aktuell sind es rund 6600. Sie versuchen zu helfen, wo sie können. Da wird in einem Straßenabschnitt dringend ein Bagger gebraucht? Ein Post in der Gruppe oder Nachricht an die Administratoren und durch das sogenannte "Wissen der vielen", kann es eben sein, dass sich schon bald jemand meldet.

Online-Hilfe, die ankommt

Schon mehrfach hätten sie helfen können. In dieser Vermittlungsarbeit würden sie auch in direktem Kontakt mit den Krisenexperten direkt vor Ort regelmäßig austauschen. Von der Lebensmittelversorgung über den Bagger bis hin zur Haustiersuche - "Wir konnten schon helfen", sagt Lisa Kahl. So seien beispielsweise drei Katzen, schmerzlich vermisst von den Besitzern in Sorge über ihren Verbleib, wieder wohlbehalten bei Herrchen und Frauchen. 

Horst Seehofer am Samstag in Simbach

Zeigten sich die Einsatzleiter der Rettungskräfte, Politiker - vom Bürgermeister über den Landrat bis hin zu Horst Seehofer - schon überwältigt von so viel Hilfsbereitschaft vor Ort und im Netz, macht aktuell ein emotionalisierendes Video die Runde. Zu sehen sind Helfer vor Ort und Menschen, die aus welchen Gründen auch immer nicht vor Ort sein können, die den Betroffenen und Helfern aber Mut und Zuversicht zusprechen wollen: "Hoid di fest" heißt es, bzw. "DANKE für jede helfende Hand!". Gemacht hat das Video Markus Straßer aus Neuötting. Er hatte zu Videozusendungen aufgerufen und diese schließlich zu einem kurzen "Mutmach-Film" verarbeitet. 

"Das ist wichtig", sagt Lisa Kahl. "Niemand soll alleine sein und ganz besonders nicht in Zeiten von Not und Zerstörung". Niemand, der nicht direkt betroffen ist, könne sich auch nur annähernd vorstellen, was es bedeutet, von heute auf morgen alles zu verlieren. Sie und ein innerer Kreis von insgesamt sieben online-Helfern wollen daher auch weiterhin das ihrige tun, um zu helfen, wo es geht. 

Quelle: innsalzach24.de

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