Verrücktes Wetter in Bayern: Pilze sprießen wieder

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Beim Sammeln von Pilzen ist besonders für Laien Vorsicht geboten.

Wasserburg - Unglaublich aber wahr: Das warme und feuchte Wetter der vergangenen Tage lässt in den bayerischen Wäldern wieder die Pilze sprießen. Beim Sammeln ist aber Vorsicht geboten. Bei einer Vergiftung kann nur der Arzt helfen!

Für Laien ist es oft schwierig, bekömmliche Speisepilze von giftigen Pilzen zu unterscheiden. Von den rund 10.000 Großpilzarten, die man im Wald finden kann, sind nur etwa 1000 genießbar.

Wer trotz der Regel „Nur nehmen, was man kennt“ versehentlich doch einen ungenießbaren Pilz erwischt, kann im schlimmsten Fall eine Pilzvergiftung erleiden. Auslöser sind Pilzgifte, von denen manchmal bereits kleinste Mengen ausreichen, um schwere Vergiftungserscheinungen hervorzurufen.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe erinnert deshalb an die wichtigsten Regeln, die bei einer Pilzvergiftung Leben retten können: „Wer nach einem Pilzessen an Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Schweißausbrüchen leidet, sollte sofort den Rettungsdienst rufen“, rät Frank Schulz, Rettungsassistent der Wasserburger Johanniter. Die Symptome können auch erst Stunden nach der gefährlichen Mahlzeit auftreten.

Wirksame Hausmittel gegen eine Pilzvergiftung gibt es nicht, nur ein Arzt kann professionelle Hilfe leisten. In keinem Fall sollten die Betroffenen durch Salzwasser oder Milch versuchen, ein Erbrechen herbeizuführen. Die Methode „Finger in den Hals“ ist bei voll vorhandenem Bewusstsein allenfalls kurz nach dem Pilzverzehr sinnvoll. „Sofortiger Notruf unter 19222 und Ruhe bewahren, das sind die besten Hilfsmittel. Wer nach einem Pilzessen bewusstlos wird, gehört in die stabile Seitenlage“, empfiehlt Schulz.

Ärzte können durch Reste der Pilzmahlzeit oder durch das Erbrochene die Art des Giftes feststellen und damit die geeigneten Gegenmaßnahmen einleiten. Deswegen empfehlen die Johanniter, Proben für den Notarzt bereit zu halten.

Auch wenn eine Gift-Informationszentrale in der Nähe ist, sollten Betroffene auf keinen Fall selbst dorthin fahren. Das ist zu gefährlich, denn der Zustand von Menschen mit Vergiftungen kann sich jederzeit verschlechtern. Auch ein „Beruhigungsschluck“ aus der Hausbar ist gefährlich, denn Alkohol kann die Wirkung des Pilzgiftes verstärken.

Pressemitteilung Johanniter Wasserburg

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