Verstärke Kontrollen im Raum Passau

Polizei befreit knapp 200 Flüchtlinge aus Transportern

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Die Polizei fahndet verstärkt nach Schleusern.

Passau - Die Polizei hat die Kontrollen von möglichen Schleuserfahrzeugen im österreichisch-bayerischen Grenzgebiet deutlich verschärft - mit Erfolg.

Innerhalb von 24 Stunden stoppten Beamte im Raum Passau mehrere Wagen und retteten so insgesamt mehr als 180 Flüchtlinge aus Kleintransportern. Elf mutmaßliche Schleuser wurden festgenommen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Kontrollen finden an der Autobahn 3 - eine der Hauptschleuserstrecken - sowie auf sogenannten Ausweichrouten statt.

Allein in einem Kleintransporter befanden sich 39 Flüchtlinge zusammengepfercht auf der Ladefläche, darunter zwölf unbegleitete Jugendliche. Der 21 Jahre alte Fahrer hatte kurz vor dem Kontrollpunkt auf dem Standstreifen an der A3 gestoppt, um die Flüchtlinge aussteigen zu lassen. Die Beamten nahmen den Mann fest. Der Gesundheitszustand der Flüchtlinge sei „den Umständen entsprechend gut“, teilte die Polizei mit.

Bei weiteren Kontrollen in den frühen Morgenstunden nahm die Polizei sowohl an der A3 als auch an den Ausweichstrecken neun weitere mutmaßliche Schleuser fest und befreite insgesamt fast 120 Asylbewerber. Die Flüchtlinge kamen zunächst in Obhut der Bundespolizei. Bereits am Mittwoch hatten die Einsatzkräfte einen Transporter gestoppt, in dem sich 25 Flüchtlinge aus dem Irak befanden, darunter acht Kinder und ein Baby. Der 41 Jahre alte Fahrer wurde festgenommen.

Am Dienstag hatte ein mutmaßlicher Schleuser versucht, sich der Kontrolle zu entziehen, indem er auf der Überholspur der Autobahn eine Vollbremsung hinlegte, stehen blieb und über die Mittelleitplanke flüchtete. In dem Auto saßen acht Asylbewerber, darunter ein Kleinkind. Der erst 19 Jahre alte Mann wurde gefasst.

dpa

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