In München

Namens-Wirrwarr: Afghane mit sieben verschiedenen Identitäten

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

München -  Ein Afghane hat sieben mal, immer unter einer anderen Identität Asyl beantragt. Die Polizei überprüft derzeit seine Daten und stellte fest, dass er schon wegen mehreren kriminellen Taten aufgefallen ist.

Ein junger Fast-Food-Restaurantbesucher hat gestern den 10. April einen Mitarbeiter des Betriebs im Bahnhof Pasing mit einer Sektflasche bedroht und beleidigt. Die herbeigerufenen Bundespolizisten nahmen den rabiaten Gast, der keinen Ausweis bei sich hatte, mit zur Dienststelle. Dort gestalte sich die Identitätsfeststellung viel aufwändiger als erwartet: Der mutmaßlich 17-jährige Afghane hatte mit sieben verschiedenen Personalien Asyl beantragt.

Am Sonntagmittag erreichte die Münchner Bundespolizei eine Meldung, dass ein Mann in einem Pasinger Burger Restaurant dortige Mitarbeiter bedrohe. Ersten Ermittlungen zufolge soll der Afghane aus dem Lokal verwiesen worden sein, weil er dort Alkohol aus einer mitgebrachten Prosecco Flasche getrunken habe. Als ein Angestellter den Jugendlichen bat, das Schnellrestaurant zu verlassen, beleidigte der Afghane den 43-jährigen Mann sri-lankischer Herkunft und drohte ihm mit der Sektflasche. Dabei drehte er die Flasche, hielt sie am Hals und streckte sie dem Gastgeber in drohender Haltung entgegen. Als der Bedrohte zurückwich, setzte er sich wieder hin.

Die alarmierte Streife der Bundespolizei nahm den Rowdy vorläufig fest. Einen Ausweis oder Reisepass konnte der junge Afghane nicht vorzeigen. Allerdings entdeckten die Beamten bei dem Beschuldigten eine Aufnahmebescheinigung und behördliche Dokumente. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der Mann sieben Mal Asyl beantragt und jedes Mal andere Personalien angegeben hatte. Sein vorgebliches Alter schwankte dabei zwischen 17 und 19 Jahren.

Ermittler der Bundespolizei überprüfen derzeit die Alias-Daten des erstmals im April 2015 behördlich erfassten Asylbewerbers. Bist dato konnten die Beamten herausfinden, dass der Afghane bereits mehrfach polizeilich aufgefallen ist, unter anderem wegen räuberischen Diebstahls und Handel mit Betäubungsmitteln.

Der Beschuldigte wird heute dem Haftrichter vorgeführt.

Pressemitteilung Bundespolizei München

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser