Polizeimeldungen aus München

"Allah"-Schreier, Profi-Dieb und ein Grapscher auf dem Oktoberfest

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München - Ein Mann versuchte vergeblich, mit "Allah ist groß"-Geschrei, Panik auszulösen, ein Russe ist extra zum Klauen zum Oktoberfest angereist und ein Grapscher nutzt seine Chance – das Wiesn-Blaulicht von Dienstag:

Betrunkener schreit vor Festzelt „Allah ist groß“

Ein 25-jähriger deutscher Wiesn-Besucher ging am Montagabend gegen 19.30 Uhr, auf eine Einsatzgruppe der Polizei zu und verkündete lautstark „Allah ist groß“ und signalisierte mit einem weiteren Ausruf „Boom“ eine Bombenexplosion.

Da der betrunkene Mann auf Zureden der Beamten äußerst aggressiv reagierte und sich für Belehrungen uneinsichtig gab, musste er für einige Stunden in Gewahrsam genommen werden.

In der Gewahrsamszelle setzte bei ihm relativ bald die Einsicht ein und er beruhigte sich deutlich. Daraufhin konnte er wieder entlassen werden. Von seinen Ausrufen nahmen weitere Wiesn-Besucher nur wenige Notiz.

21-Jähriger bedient sich am Nachbartisch

Ein 21-Jähriger aus Garmisch-Patenkirchen sah am Montag gegen 15.30 Uhr, auf dem Nachbartisch ein bereitgestelltes Brotzeitbrettl. Von der Qualität bereits optisch überzeugt, wollte er dann auch noch den Geschmack testen. Als dies eine Bedienung bemerkte, wurde er aufgefordert, die Mahlzeit zu bezahlen.

Da sich der 21-Jährige eher aggressiv als reumütig zeigte, wurde er zunächst vom Ordnungsdienst ins Büro gebracht. Hinzugerufene Polizeibeamte der Wiesn-Wache beschimpfte er ausfällig. Da er weder einsichtig war, noch in irgendeiner Weise beruhigt werden konnte, wurde ein Gewahrsam im Polizeipräsidium angeordnet.

Renitenter und unbelehrbarer Wiesn-Gast

Ein 35-Jähriger aus Augsburg griff am Montagabend gegen 21.25 Uhr, in einem Festzelt einen Mitarbeiter des dortigen Ordnungsdienstes an. Deshalb wurde er nach draußen begleitet und hinzugekommene Polizeibeamte erteilten ihm einen Platzverweis. Daraufhin sollte er endgültig aus dem Bereich des Festzeltes geführt werden.

Auf dem Weg ließ er sich nur widerwillig führen. Er versuchte die Beamten zu beleidigen. Seine Worte „tropften“ jedoch an den Beamten erfolglos ab. Sie ließen sich durch seine Aggressivität nicht provozieren. Auch dass er seine Fäuste wie zu einem Angriff ballte, erwiderten die Beamten mit Ruhe und Gelassenheit.

Die eingesetzten Kollegen zeigten ihm daraufhin an, dass er seine Situation falsch einschätzt und nahmen ihn zur Unterbindung möglicher Straftaten in Gewahrsam. Bei der folgenden Durchsuchung wurden noch zwei kleinere Messer bei ihm gefunden. Deren Mitführen ist auf dem Festgelände verboten. Bis zum frühen Dienstagmorgen wurde er im Polizeipräsidium München in Gewahrsam gehalten.

Russischer Taschendieb auf frischer Tat erwischt

Ein 45-jähriger russischer Staatsbürger bot am Montagabend gegen 23.30 Uhr, am Haupteingang einem volltrunkenen Wiesn-Gast Hilfe an. Diese bestand jedoch darin, ihn seines Geldbeutels zu entledigen. Diesen leerte der Russe aus und warf diesen weg. Bei der Tat wurde er von Taschendiebfahndern beobachtet.

Bei der folgenden Durchsuchung des 45-Jährigen wurde eine größere Menge Bargeld sowie ein Mobiltelefon gefunden. Der Täter muss sich nun vor dem Ermittlungsrichter verantworten.

Aufgrund der routinierten Vorgehensweise ist davon auszugehen, dass es sich beim Beschuldigten um einen professsionellen Taschendieb handelt, der eigens zu Tatbegehungen zum Oktoberfest angereist ist. Er führte unter anderem auch Fahrkarten für die Zeit der Wiesn mit sich und reiste offensichtlich aus der Tschechischen Republik ein.

Beim Vorbeigehen unter den Rock gegriffen

Eine 27-jährige amerikanische Studentin ist derzeit als Touristin in der Stadt. Am Samstag befand sie sich auch auf dem Oktoberfest. In der Wirtsbudenstraße griff ihr ein 40-jähriger Münchner gegen 21.15 Uhr unvermittelt beim Vorbeigehen unter den Rock in den Intimbereich.

Die junge Frau meldete den Vorfall umgehend bei der Polizei. Der Tatverdächtige konnte noch vor Ort angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder entlassen.

mh/Pressemitteilung Polizeipräsidium München

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