Zeugenaussage in Augsburg

Polizistenmordprozess: Beamter war sofort tot

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Polizeimützen liegen vor dem Schwurgerichtssaal im Landgericht Augsburg. Dort läuft der Prozess gegen einen Angeklagten, der gemeinsam mit seinem Bruder im Herbst 2011 einen Polizisten erschossen haben soll.  

Augsburg - Der vor drei Jahren in Augsburg nach einer Verfolgungsjagd erschossene Polizist war sofort tot. Die Sanitäter und Kollegen machten Zeugenaussagen.

Der vor drei Jahren in Augsburg nach einer Verfolgungsjagd erschossene Polizist Mathias Vieth war sofort tot. Die Sanitäter, die wenige Minuten nach der wilden Schießerei an den Tatort im Augsburger Stadtwald kamen, konnten nach ihren Zeugenaussagen keine Lebenszeichen bei dem 41-Jährigen mehr feststellen. Einem Kollegen Vieths, der zuvor schon Wiederbelebungsversuche unternommen hatte, ging es ähnlich: „Es war klar, dass da nicht mehr viel zu machen ist“, sagte der Polizist am Montag in dem Prozess vor dem Landgericht Augsburg aus.

Ein 61-Jähriger steht vor Gericht, weil er mit seinem Bruder Vieth im Oktober 2011 bei der nächtlichen Schießerei hingerichtet haben soll. Der 59-jährige Bruder des Angeklagten ist wegen Mordes bereits zu lebenslanger Haft und Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Der erste Prozess gegen den 61-Jährigen war vor einem Jahr wegen der Parkinsonerkrankung des Mannes geplatzt, deswegen wird der Fall nun neu aufgerollt.

Befangenheitsanträge überschatten neuen Prozess

Der neue Prozess wird weiter von Befangenheitsanträgen gegen die Berufsrichter der Strafkammer überschattet. Nachdem bereits mehrere Anträge abgeschmettert wurden, stellte die Verteidigung des 61-Jährigen am Montag einen neuen Ablehnungsantrag. Wann darüber entschieden wird, war zunächst unklar.

dpa

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