Unterwegs bei der Tajik-Rallye

Pollinger jagen Panda nach Tadschikistan

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Fiat Panda, Baujahr 2001, 54 PS und 1,1 Liter Hubraum: Thomas Fürfanger (rechts) und Michael Nicklbauer freuten sich dennoch auf ihr erstes großes Rallye-Aenteuer, das sie bis an die Grenzen Chinas führen wird. Inzwischen sind die beiden Pollinger in der Türkei

Polling - 10.000 Kilometer quer durch elf Länder bis nach Tadschikistan - und das auch noch in einem Fiat Panda. Diesem Abenteuer stellen sich zwei Pollinger.

Michael Nicklbauer (25) und Thomas Fürfanger (24) sind am Sonntag in die Tajik-Rallye gestartet: Als "Team Bavaristan" – eine Kombination aus Bavaria und Tadschikistan – durchqueren die beiden Pollinger elf Länder in drei Wochen. Ihr Ziel: Duschanbe, die Hauptstadt Tadschikistans. Vom Startpunkt in Landshut bis nach Duschanbe sind es 10.000 Kilometer. Ihr Vehikel: ein Fiat Panda, Baujahr 2001, 54 PS, 1,1 Liter Hubraum – und schon über 94.000 Kilometer auf dem Buckel.

Die Vorbereitungen

Aufgerüstet haben die Pollinger ihr Gefährt, so gut es möglich war: Unterbodenschutz, verstärkte Ölwanne, Zusatzbeleuchtung auf dem Dach inklusive Dachbox und ein Heckträger für 60 Liter zusätzliches Benzin. Ein Abenteuer bleibt die Tour freilich dennoch. "60 Prozent der Straßen sind Schotter, nach Kasachstan gibt es überhaupt keine Straßen mehr und beim Pamir-Highway fährt man am besten neben der Straße", erklärte Thomas vor dem Start der Rallye. Die Verpflegung ist übrigens spartanisch: Die jungen Männer haben Dosenbier sowie Bohnen und Ravioli aus der Konserve, Schüttel- und Knäckebrot im Gepäck.

Welche Strecke sie genau fahren, steht den Pollingern frei. Die Rallye ist eine Gaudi- und zugleich Benefizveranstaltung. Schon bei der Anmeldung mussten Spenden von mindestens 750 Euro gesammelt werden, die in Projekte in Tadschikistan fließen. Das Auto, das die Rallyeteilnehmer fahren, darf nicht älter als Baujahr 1998 sein und nicht mehr Hubraum als 1,6 Liter haben - das ist die Bedingung für die Einfuhr, denn die Fahrzeuge werden nach der Ankunft der Rallye-Teams versteigert. Die Ausnahme: ein altes Feuerwehrfahrzeug eines Teams aus Lünen/Bergkamen, das ebenfalls vor Ort bleiben wird. Die Fahrer selbst müssen, wie auch die beiden Pollinger, den Rückweg im Flugzeug antreten.

Der Start in Landshut

Vor dem Start gab es gleich das erste Erfolgserlebnis für Team Bavaristan. Mit 44 Punkten wurde ihr Fiat Panda von den Zuschauern mit Abstand zum besten Auto der Rallye gewählt. Als Preis gab's zwei Schnäpse, einen Gin und einen Flachmann. Geholfen hat, dass so viele Freunde von Thomas und Michael zur Unterstützung gekommen waren. "Das war echt saugeil, dass so viele von uns da waren", kommentiert Michael in einer Nachricht, die er von unterwegs in die Heimat schickte.

Erste Erlebnisse

Ihre erste Nacht verbrachten die Pollinger gemeinsam mit einem anderen Team auf einem alten Industriegelände zwischen Zagreb und Belgrad. "Da waren wir keine drei Minuten und die Polizei hat uns entdeckt. Die andern beiden konnten perfekt Englisch und wir wurden uns schnell einig, dass wir bleiben dürfen", berichtet Michael.

Mittlerweile sind die Pollinger bereits durch Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien und Bulgarien gefahren und befinden sich nun in der Türkei. Dort hat allerdings der Kauf einer Vignette ordentlich Zeit gefressen. Drei Stunden haben Thomas und Michael so verloren. Immerhin kam es durch die Warterei zu einer lustigen Begegnung: "Vor der Bank waren Parkeinweiser, die sich total für unser Auto begeisterten. Dann haben sie unser Bier gesehen und waren total aus dem Häuschen. Die sind wie kleine Kinder rumgehüpft und haben "Bier, Bier, Bier" geschrien", berichtet Michael. "Wir haben ihnen zwei gegeben,  dann waren's total aus dem Häuschen, haben uns noch Kaffee und Tee gebracht, auf unserem Auto unterschrieben und dann sind wir wieder weiter."

Eine erste Erkenntnis

Gerade mit dem Benzin müssen die Pollinger sparsam umgehen. Während der ersten Tage der Rallye bemerkten Thomas und Michael, dass ihr Panda bei Tempo 120 nur 220 Kilometer schafft. Bei Tempo 105 bis 110 sind es immer hin 350 Kilometer. Michaels Fazit: "Jetzt fahren wir immer zwischen 100 und 110, da fahren wir billiger.

Wir halten Sie weiter über die Tour von Thomas und Michael auf dem Laufenden!

je/bla

Bilder von unterwegs:

Thomas und Michael bei der Tajik-Rallye

Quelle: innsalzach24.de

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