Tajik-Rallye

Ein Schlagloch, so groß wie ein Fiat Panda

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Thomas und Michael kämpfen auf der Tajik-Rallye mit Schlaglöchern. In dieses hier passt der Panda perfekt hinein

Polling - Thomas und Michael kämpfen bei der Tajik-Rallye weiter mit Straßenschäden. Besonders enttäuschend: Zwei große Sehenswürdigkeiten konnten sie nicht besichtigen.

Nach letzten Informationen sind Thomas Fürfanger und Michael Nicklbauer bei der Tajik-Rallye wie geplant auf einer Route nördlich des Aralsees unterwegs. Sie wollen also den Zielort, die tadschikische Hauptstadt Duschanbe, über Kirgistan ansteuern. Am Sonntag, 23. August, wollen die Pollinger die Stadt Osch in Kirgistan erreicht haben. Danach haben sie den schwersten Abschnitt, den Pamir-Highway, vor der Brust. In Osch wollen sie sich mit dem Team "Zentralasiatischer Steppeniltis" treffen, das den Aralsee südlich passiert hat. Klappt das, können die Freunde in Deutschland erneut die genaue Position der Pollinger im Internet verfolgen, weil die "Iltisse" einen GSP-Tracker an Bord haben.

Unterwegs mussten Thomas und Michael zuletzt aber gleich zwei Enttäuschungen hinnehmen. In Aral, einer Stadt, die früher am Aralsee gelegen hatte, haben die beiden Pollinger die Einheimischen nach dem Weg zum Aralsee gefragt. Leider wurden sie auf Straßen geschickt, die ihr Fiat Panda nur mit Mühe und Not bewältigte. Der Ausflug zum Aralsee hatte sich damit erledigt - weiter ging's zum Weltraumbahnhof in Baikonur. Blöderweise standen sie da vor verschlossenen Toren und konnten so gut wie nichts sehen.

Sand, Reifenplatzer und eine Feier

Der Fiat Panda am Salzsee

Sehenswürdigkeiten sind das eine, schlechte Straßen das andere. Als sie noch mit den "Iltissen" unterwegs waren, mussten sie vier Stunden am Stück auf einer Sandpiste zurücklegen. "Hier haben wir zweimal unser Auto im Sand versenkt. Da hilft auch der Allradantrieb nichts mehr", berichtet Thomas in einer Nachricht in die Heimat. Der Punto der Iltisse war sogar einmal so tief in den Sand geraten, dass ihn der Panda rausziehen musste. Kurz darauf hatte der Panda einen Reifenplatzer. "Das war aber in zehn Minuten wieder erledigt. Wir sind ja gut ausgerüstet", erklärt Thomas.

Die Landschaft konnten die Pollinger trotzdem genießen. Sogar ein Abstecher zum kaspischen Meer war drin. Außerdem campten die beiden im kasachischen Atyrau an einem Salzsee. "Die Landschaft ist super. Mittlerweile sieht man statt Kühen fast nur noch Kamele", stellt Thomas fest. Einen Grund zum Feiern gab's übrigens auch: Der Panda hat mittlerweile 100.000 Kilometer runter.

Wegen der Schlaglöcher nur noch tagsüber fahren

Kamele statt Kühe

Dauerthema sind weiterhin die Schlaglöcher. Thomas und Michael haben das Gefühl, dass die sogar immer größer werden. "Wir sind heute um fünf Uhr auf, damit wir das Tageslicht ausnutzen können" schreibt Thomas am Mittwoch. "In der Nacht kannst du unmöglich fahren, du siehst die Wahnsinns-Schlaglöcher einfach zu spät." Für Thomas und Michael wird die Fahrerei damit zur echten Belastung. "Wir fahren jetzt von sechs bis 20 Uhr, nach dreieinhalb Stunden wird gewechselt. Das Fahren ist schon ziemlich anstrengend, man muss immer voll konzentriert sein, damit man den Schlaglöchern frühzeitig ausweichen kann. Der Beifahrer muss aber auch immer schauen, vier Augen sehen mehr als zwei."

Thomas und Michael droht außerdem immer ein leerer Tank. "Es kommt oft 300 Kilometer keine Tankstelle, und wenn dann eine kommt, nimmt sie keine Kreditkarte", berichtet Thomas. Auch Dollar und Euro akzeptieren viele Tankstellen nicht, weshalb die beiden Pollinger in Kasachstan auf einen Lastwagenfahrer angewiesen waren, der ihnen 100 Dollar wechselte.

"Iltisse" weiter gut platziert

Allen Widrigkeiten zum trotz steuern die Teams mit Siebenmeilenstiefeln Duschanbe entgegen. Die genaue Position der Pollinger ist unbekannt. Das Team "Zentralasiatischer Steppeniltis", mit dem sie sich in Osch treffen wollen, liegt auf den vordersten Plätzen. Kein Team mit GPS-Tracker, das die südliche Route gewählt hat (sei es südlich am Aralsee vorbei oder gleich über den Iran) ist weiter vorne platziert. Über die Route nördlich am Aralsee vorbei hat sich die österreichische Mannschaft "Back Valley" bislang am besten geschlagen. Auch das Team "Blauroter Eichkater", das über Russland gefahren ist, liegt weiter gut im Rennen.

Wir halten Sie weiter über die Tour von Thomas und Michael auf dem Laufenden!

Quelle: innsalzach24.de

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