Tajik-Rallye

Pollinger mit Panda helfen Georgierin mit SUV

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Thomas (links) und Michael haben die Türkei und Georgien inzwischen hinter sich gelassen

Polling - Thomas und Michael haben auf der Tajik-Rallye die Türkei und Georgien durchquert. Sie sind aktuell gut platziert, doch der schwerste Abschnitt kommt erst noch.

Die beiden Pollinger Thomas Fürfanger und Michael Nicklbauer sind weiter auf dem Weg nach Duschanbe, der Hauptstadt Tadschikistans. Sie liegen gut im Rennen - und hatten sogar noch Zeit, einer Einheimischen Starthilfe zu geben. "Gestern haben wir mit unserem 1,1 Liter Panda-Bärchen einen 4.4 Liter v8 SUV einer jungen Georgierin fremdgestartet!", berichtet Thomas nicht ohne einen Anflug von Stolz auf ihr tapferes Gefährt.

Der Fiat Panda in Göreme in Zentralanatolien (zum Vergrößern Bild anklicken)

Auch zuvor in der Türkei haben sich die Pollinger ein bisschen Zeit für einen Stopp genommen und die Tuffsteinhöhlen in Göreme (in Zentralanatolien) besichtigt. Dieser einzigartige Komplex aus Felsformationen war von der Unesco 1985 zum Weltkulturerbe ernannt worden. Besonders überrascht waren Thomas und Michael aber, als sie das Schwarze Meer erreichten. Im Landesinneren schaue alles so aus, "wie man sich die Türkei vorstellt", berichtet Michael. "Alles braun, nichts wächst. Und wenn man dann immer näher ans Meer kommt, schaut's irgendwann aus wie in Österreich in den Bergen. Alles wird wieder grüner und überall Nadelbäume. Da haben wir schon gemeint, wir sind wieder daheim."

Mit dem "Steppeniltis" durch Kasachstan

Inzwischen sind die beiden wie geplant vom Team "Zentralasiatischer Steppeniltis" (Team 16) eingeholt worden, mit dem sie nun gemeinsam unterwegs sind. Für die Freunde der Pollinger daheim in Deutschland hat das einen großen Vorteil: Die Steppeniltisse haben anders als Thomas und Michael einen GPS-Tracker an Bord. Über das Live-Tracking der Tajik-Rallye kann die aktuelle Position des Teams "Zentralasiatischer Steppeniltis" abgerufen werden - und damit auch die der Pollinger.

Aktuell sind die beiden Teams bereits in Russland, die nächste Station ist Kasachstan. Die härteste Prüfung wartet auf den Fiat Panda mit Allradantrieb kurz vor dem Ziel. Die Pollinger müssen in Kirgistan und Tadschikistan das Pamir-Gebirge überqueren. Über den Pamir-Highway und den Ak-Baital-Pass in 4655 Metern Höhe wollen sie den Zielort Duschanbe ansteuern. Nicht zu unterschätzen sind freilich die Tücken des Panda. "Der Panda hat keine Tachobeleuchtung. Jetzt fahren wir in der Nacht immer mit Taschenlampe, damit wir sehen, wie schnell wir dran sind", berichtet Michael.

Thomas und Michael bei der Tajik-Rallye

Überrascht der "Eichkater" alle?

Thomas und Michael liegen sehr gut im Rennen, allerdings ist eine Prognose aufgrund der schwierigen kommenden Streckenabschnitte nahezu unmöglich. Die beiden Pollinger haben wie die meisten Teams eine Route gewählt, die über den Balkan, die Türkei, Georgien und Russland südlich am Schwarzen Meer, aber nördlich am Kaspischen Meer vorbeiführt. Zwei Teams haben hingegen eine südliche Route quer durch den Iran gewählt - und sind bereits ebenfalls sehr weit gekommen.

Einen Überraschungscoup könnte das Team "Blauroter Eichkater" (Startnummer 12) landen. Diese Mannschaft ist über Polen, die baltischen Staaten und quer durch Russland gefahren. Inzwischen ist der Eichkater schon im Süden Kasachstans unterwegs und hat damit bald Kirgistan erreicht - und das, obwohl das Team mit knapp 8000 Kilometern die mit Abstand weiteste Strecke zurückgelegt hat.

Wir halten Sie weiter über die Tour von Thomas und Michael auf dem Laufenden!

Quelle: innsalzach24.de

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