In Priener Asylunterkunft

Zwangseinweisungen nach gewaltsamem Auftreten

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Prien - Am Donnerstag und Freitag musste die Polizeiinspektion Prien mehrmals zu Einsätzen im Zusammenhang mit Asylbewerbern ausrücken.

Am Donnerstagabend kam es gegen 21 Uhr zu einer Körperverletzung in der Zentralunterkunft der Turnhalle in Prien. Hierbei warf ein 24-jähriger Somalier zunächst einen Stuhl durch die Gegend und schlug in der Folge einem 19-jährigen Asylbewerber, ebenfalls aus Somalia, mit der Faust ins Gesicht. Der betrunkene Aggressor wurde darauf in polizeilichen Gewahrsam genommen und verbrachte die Nacht in der Arrestzelle.

Mit Kopf gegen Glastür gestoßen

Im weiteren Verlauf der Nacht wurde ein zweiter Einsatz in der Turnhalle erforderlich, nachdem ein 22-jähriger Somalier, der bereits mehrfach straffällig wurde, die Nachtruhe störte. Der mit 2,5 Promille stark betrunkene Mann war erst tags zuvor in die Turnhalle verlegt worden und schrie zunächst innerhalb der Halle, woraufhin er vom Sicherheitsdienst nach draußen gebracht wurde. Dort stieß er dann absichtlich mit dem Kopf so stark gegen eine Glastür, dass diese durchbrach und er sich massive Schnittverletzungen zufügte und vom Notarzt vor Ort behandelt werden musste. Nach der Erstversorgung wurde er ins Priener Krankenhaus gebracht. Obwohl eine stationäre Aufnahme angebracht war, zeigte er sich weiter aggressiv und konnte letztlich nicht davon abgehalten werden, das Krankenhaus wieder zu verlassen. Daraufhin musste eine Suchaktion eingeleitet werden, bei der etwa eine Stunde später der Somalier schließlich in der Umgebung des Krankenhauses erneut in Gewahrsam genommen werden konnte. Er wurde dann unmittelbar im Anschluss in die Psychiatrie zwangseingewiesen.

24-Jähriger legte sich auf die Fahrbahn

Eine weitere Zwangseinweisung wurde dann am darauffolgenden Freitagmorgen nötig. Mehrere afrikanische Asylbewerber blockierten gegen 8 Uhr die Seestraße in Prien, und ein 24-jähriger Somalier legte sich dabei auf die Fahrbahn. Durch die kurz darauf eintreffenden Polizeibesatzungen konnte die Situation dann bereinigt werden, ohne dass es dabei zu gefährlicheren Situationen kommen konnte. Nachdem sich der 24-Jährige dann nochmals im Beisein der Streife auf die Fahrbahn legte wurde er zunächst in Gewahrsam genommen. Er äußerte seinen Unmut über seinen mittlerweile mehrmonatigen Aufenthalt in der nahegelegenen Turnhalle, und dass er lieber sterben wolle, als weiter so leben zu müssen. Aufgrund dieser konkreten Androhung wurde auch er in die Psychiatrie eingewiesen.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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