Nein zur B15 neu

Mahnfeuer gegen Straßenbau

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Schon im Vorfeld war Gisela Floegel von der Bürgerinitiative gegen die B15 neu unterwegs, hier in Wasserburg
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Bayern - Aus voller Überzeugung werden Gegner der B15 neu ein sichtbares Signal setzen. Mahnfeuer entlang der B15 sollen an verschiedenen Orten an der geplanten Trasse gezündet werden.

Nicht nur Mitglieder der Bürgerinitiative „STOP B15 NEU“ haben sich für einen deutlichen Protest ausgesprochen.

Auch betroffene Bürger, die sich gegen die derzeitigen Planungen stemmen wollen, werden am Samstagabend entlang der geplanten Trasse für die B15 Mahnfeuer entzünden.

Viele Protestler zeigen dann von 21 bis 24 Uhr ihren Unmut. Im Vorfeld haben sich schon etliche Kommunen gegen den Trassenverlauf ausgesprochen.

Mit einer Resolution haben unter anderem Soyen und Wasserburg schon im Vorfeld deutlich gemacht, dass auch die kommunalen Bürgervertreter das Bauvorhaben nicht unterstützen möchten.

Viele Bürger verschiedenster Gemeinden aus den Landkreisen Landshut, Mühldorf und Rosenheim haben sich nun zusammengetan. Sie geben ein Signal gegen die Planungen, die eine autobahnähnliche Straße vorsieht.

Wie Gisela Floegel von der Bürgerinitiative erklärt, soll mit Plakaten und diesen Mahnfeuern zum selben Zeitpunkt Einigkeit zum Ausdruck kommen: „Jeder, der sich mit der B15neu nicht anfreunden kann, ist aufgerufen, uns zu unterstützen.“ Es dürfe den oberen Behörden, wie etwa der Autobahndirektion nicht gelingen, einfach über die Köpfe der Bürger hinweg etwas zu realisieren, so Floegel weiter.

Der Nutzen sei im Vorfeld von den Gegnern geprüft worden, doch als nicht vorhanden erklärt worden. „Niemand braucht diese neue Trasse wirklich“ heißt es von den Gegnern.

Die Protestaktion gleicht einer Demonstration. Für diese Anliegen sind nicht die Gemeinden zuständig, sondern das Landratsamt.

Auch im Landratsamt Rosenheim ging der Antrag ein. Man bat um Genehmigung der Mahnfeuer und aufstellen von Transparenten und dergleichen. Die Abteilung für öffentliche Sicherheit und Ordnung des Landratsamtes hat die Genehmigung erteilt. So heißt es in dem Schreiben, dass die Anmeldung der Mahnfeuer im Einvernehmen mit dem Versammlungsgesetzt genehmigt werde. Es müsse jedoch einiges beachtet werden. Für Fritz Schott ist die Aktion mit Mahnfeuer, Fahnen und Transparenten die Möglichkeit, besonders sichtbar auf das Anliegen aufmerksam zu machen. Anhand einer Karte können die Orte, an denen sich Bürger an der Aktion beteiligen werden, ermittelt werden.

Von 21 bis 24 Uhr dürfen verschiedene Stellen entlang der geplanten Trasse also zu Protestorten werden, nicht aber dürfe die Sicherheit des Straßenverkehrs gefährdet werden, heißt es.

Mit Mahnfeuern Unmut gezeigt

Außerdem seien die Bestimmungen der Verordnung über die Verhütung von Bränden zu beachten. Die Feuer dürften die Größe eines Lagerfeuers nicht überschreiten, zudem müsse starke Rauchentwicklung verhindert werden. Polizei und Feuerwehr haben die Aktion im Blick, sind in Bereitschaft.

Doch Gisela Floegel und Fritz Schott, die sich als Verantwortliche der Bürgerinitiative für die Aktion augesprochen haben, sind sich sicher, dass es ein besonders friedlicher und dennoch deutlicher Abend wird. "Wir wollen nicht randalieren, sondern still, aber nicht unübersehbar auf unser Anliegen aufmerksam machen. Feuerlöscher stehen bereit“ heißt es zudem von örtlichen Beteiligten aus dem Altlandkreis Wasserburg.

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