Diesmal in Freilassing und Traunstein

Neue rechte Parolen auf Geldscheinen aufgetaucht

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Am Montag berichteten wir darüber, dass in der Region vermehrt Geldscheine mit asylkritischen Parolen auftauchen könnten. Nun machten uns User auf weitere Vorfälle aufmerksam.

Die bgland24.de-User Bernhard Scheuer und Frank Poschner bekamen in den letzten Tagen Geldscheine mit der Parole "Freiheit für Gottfried Küssel" bei Kassiervorgängen im Raum Freilassing und Traunstein in die Hand gedrückt. 

Auch auf diesen Scheinen steht die Parole "Freiheit für Gottfried Küssel"

Beide informierten am Dienstag unsere Redaktion, nachdem sie tags zuvor den Artikel über die asylkritischen Parolen gelesen hatten und sandten unserer Redaktion Fotos der verunstalteten Geldscheine zu. In diesem Fall wurde die Parole draufgestempelt.

Küssel ist ein österreichischer Holocaustleugner und hat sich in der rechtsextremen Szene seit den 1980er-Jahren einen Namen gemacht. Er befindet sich derzeit in Haft. Der ORF bezeichnete Gottfried Küssel im Jahr 2011 als "Schlüsselfigur der österreichischen Neonazi-Szene".

Bundesbank: Es ist offenbar ein neuer Trend

Wie am Montag berichtet, gibt es offenbar deutschlandweit einen neuen Trend, was uns die Bundesbank auf Anfrage bestätigte: Asylgegner beschmieren Geldscheine mit Parolen.

Hier präsentierte ein Asylgegner auf Facebook seine präparierten Geldscheine, die er in den Umlauf bringen will. Ein Screenshot dieses Fotos sandte uns ein User zu.

Die Pressestelle der Bundesbank erhielt hierzu schon mehrere Anfragen. Ein rosenheim24.de-User machte uns darauf aufmerksam, dass etwa Peter Meindl, der bekannte Aktivist der Partei "Die Rechte" aus Rosenheim, auf Facebook zum Nachahmen aufgerufen hat.

Werden die Geldscheine durch Beschmierungen wertlos?

Mutwillig beschädigte Banknoten werden von der Bundesbank nicht ersetzt. Trifft das auch auf diese Parolen zu? Auf Anfrage teilte die Bundesbank mit, dass geringfügige Beschriftungen einen Geldschein nicht entwerten. Es hänge "vom konkreten Ausmaß der Beschriftungen ab, ob die Banknoten durch das Beschriften mit politischen Parolen oder anderen Texten wertlos werden", nicht vom Inhalt.

Ähnlicher Fall in München

Auch in München tauchte bereits im Oktober ein Geldschein mit der asylkritischen Parole "Refugees: YOU ARE NOT WELCOME" auf, berichtete die tz.

mg

Quelle: BGland24.de

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