Anwohner hatten sich wegen Lärm beschwert

"Refugees Wall" in Neuperlach: Stadt verteidigt Bau

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„Der absolute Wahnsinn“: Die Mauer in Neuperlach ist höher als die, die einst Deutschland teilte.

München - Eine vier Meter hohe Lärmschutz-Mauer vor einem Flüchtlingsheim sorgt in München für Kritik und Unverständnis. Sie ist vier Meter hoch und damit höher als die Berliner Mauer. Nun verteidigt die Stadt den Bau.

Die Stadt München hat den Bau einer Lärmschutzwand vor einem Heim für bis zu 160 jugendliche Flüchtlinge verteidigt. Der Bau einer Flüchtlingsunterkunft in dem Gewerbegebiet in Neuperlach war 2014 vom Stadtrat beschlossen worden. Anwohner protestierten.

Doch der Bau der 4-Meter-Mauer in München zum Schutz vor Flüchtlingen sorgt für politischen Unmut. Auch das Video von Guido Bucholtz sorgte für Furore: Wegen eines Kurzfilms über die Mauer in München-Neuperlach bekam der Lokalpolitiker Hass-Mails.

Anwohner hatten sich wegen Lärm beschwert

Die Fronten seien verhärtet gewesen, sagte die für Soziales zuständige Dritte Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) am Montag. „Es lief eine Klage von Anwohnern.“ Deshalb habe es im Juni ein Gespräch im Rathaus mit Anwohnern, Bezirksausschuss und Verwaltung gegeben.

Dabei sei ein Lärmschutz als Kompromiss ausgehandelt worden, damit die Unterkunft endlich gebaut werden konnte. Es habe bereits ein Gutachten gegeben, das einen Lärmschutz für die Anwohner als notwendig erachtete.

Vier Meter hohe "Refugees Wall" in Neuperlach

Der „Münchner Merkur“ hatte am Wochenende zuerst über die vier Mauer hohe Wand berichtet.

„Wir haben bei Flüchtlingsunterkünften immer mal wieder Probleme. Das ist einfach so. Manchmal geht es auch vor Gericht, aber bisher konnten strittige Fragen immer gütlich gelöst werden“, sagte Strobl.

Dritte Bürgermeisterin verteidigt die Münchner Mauer und die Asylpolitik

Die Bürgermeisterin betonte, die neue Unterkunft sei keineswegs rundum von einer Mauer umgeben: „Die Mauer steht nur an einer Seite, zu den Einfamilienhäusern hin.“

Die Flüchtlinge könnten sich frei bewegen und aus- und eingehen wie sie wollten. „Im Übrigen sind unsere Unterkünfte immer eingezäunt, weil wir nicht wollen, dass jeder von außen reingehen kann.“

München stehe mit seiner Flüchtlingspolitik sehr gut da, betonte Strobl. „Willkommenskultur ist für mich, dass die Leute angemessen untergebracht werden, also nicht in Massenunterkünften. Die Menschen bekommen freiwillige Leistungen von der Stadt, wir bezahlen alle Sprachkurse.“

Zudem gebe es eine eigene Berufsschule für Flüchtlinge. „München muss sich da überhaupt keine Vorwürfe machen lassen.“

mh/dpa

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