Verstärkte Präsenz, mehr Streifen

Polizei verstärkt Kontrollen auf Weihnachtsmärkten

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Auf den größeren Weihnachtsmärkten in Bayern werden die Sicherheitsmaßnahmen heuer verstärkt.

Regensburg - Auch "Oh, du Fröhliche" erklingt im Zeichen des Terrors nicht mehr so unbeschwert wie einst:  Nach den Terroranschlägen von Paris und den Ereignissen in Hannover müssen sich die Besucher bayerischer Weihnachtsmärkte auf mehr Sicherheitsmaßnahmen einstellen.

Die Polizei werde auf dem Christkindlmarkt mehr Präsenz zeigen und verstärkt Streife gehen, sagte ein Sprecher der Stadt Regensburg. Auch in München, Nürnberg und Würzburg werde es mehr Taschenkontrollen als sonst und teilweise auch mehr Videoüberwachung geben, teilten die jeweiligen Behörden mit.

Darüber hinaus wurden in den vergangenen Jahren bereits Konzepte zum Thema Terror ausgearbeitet, die sich bewährt hätten, betonte ein Sprecher der Münchner Polizei am Mittwoch und schloss sich damit einer Aussage seiner Kollegin in Mittelfranken an. In Nürnberg gibt es seit Jahren ein SMS-Alarm, der die Markthändler im Notfall warnt.

Trotz insgesamt erhöhter Sensibilität sollen die Besucher der Weihnachtsmärkte durch die Beamten nicht verunsichert werden. Auch daher verzichte man in München bewusst auf Maschinengewehre. „Wir nehmen die Situation natürlich sehr ernst“, sagte der Münchner Polizeisprecher. „Wir wollen aber das Angstgefühl nicht schüren.“ Außerdem gelte es, das Augenmaß nicht zu verlieren. Denn eine konkrete Gefahr bestehe aktuell nicht.

Eine erhöhte Aufmerksamkeit gilt in diesen Tagen nicht nur für die Märkte, sondern nach Polizeiangaben auch für alle anderen Orte mit Menschenansammlungen - Konzerthallen etwa oder Stadien. In München finden am Wochenende gleich zwei Fußballspiele statt, bei denen viele Zuschauer erwartet werden: In der Allianz Arena empfängt Zweitligist TSV 1860 München am Samstag den FC St. Pauli, tags darauf kommt es im Grünwalder Stadion zum Aufeinandertreffen der Reservemannschaften der Löwen und des FC Bayern München. Bei diesen Partien werde „ein bisschen mehr Personal als sonst“ vor Ort sein, wie der Münchner Polizeisprecher sagte. Die Menschen sollten ihr Leben aber ganz normal weiterleben.

dpa

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