Schlägerei stellte sich als Bergunfall heraus

Afghane stürzte am Fuderheuberg 200 Meter in die Tiefe

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Bad Reichenhall - Drei afghanische Asylbewerber waren bei einem Ausflug auf den Fuderheuberg in Bergnot geraten. Ein 16-Jähriger war über 200 Meter abgestürzt.

Zeitgleich mit der Flutwelle wurde in einer Asylbewerberunterkunft in Bad Reichenhall mehrere Verletzte Personen, unter anderem mit Kopfverletzung mitgeteilt. Die Einsatzkräfte gingen zunächst von einer körperlichen Auseinandersetzung in der Unterkunft aus. Beim Eintreffen fanden sich jedoch keine Verletzten. Es hatte auch keine Schlägerei stattgefunden. 

Viel mehr stellte sich heraus, dass drei Afghanen bei einem Ausflug auf den Fuderheuberg in Bergnot geraten waren. Ein 16-jähriger Afghane war über 200 Meter abgestürzt und hatte sich schwere Kopf-, Arm- und Beinverletzungen zugezogen. Als seine beiden 21- und 26-jährigen Begleiter in retten wollten, zogen sie sich ebenfalls Beinverletzungen zu.

Rettung dauerte mehrere Stunden

Die drei Männer mussten mehrere Stunden in einer schwer zugänglichen Rinne ausharren, bevor sie von der Bergwacht Bad Reichenhall und einem Hubschrauber der Bundeswehr geborgen werden konnten. Die drei Afghanen wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus verbracht. Die Bergwacht Bad Reichenhall, Anger/Teisendorf und Freilassing war mit ca. 25 Mann im Einsatz. Die Feuerwehr Bad Reichenhall mit 15 Mann und der Rettungsdienst mit drei Fahrzeugen. 

Die polizeilichen Ermittlungen zum Unfallhergang übernahm ein Polizeibergführer. Der Grund für die anfängliche Fehlinformation ist auf die sprachlichen Differenzen der Asylbewerber zurückzuführen. Nur mittels eines Dolmetschers konnten die Einsatzkräfte mit den in Bergnot geratenen Asylbewerbern in Kontakt treten.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Reichenhall

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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