Vorführung in Reit im Winkl gescheitert

Der DHL-Paketkopter hob nicht ab

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Reit im Winkl - Paketzustellung ganz ohne (menschlichen) Boten: Die DHL wollte nun beweisen, dass ihr "Paketkopter" auch in den Bergen funktioniert - musste die Vorführung aber in letzter Minute abblasen.

Am gestrigen Dienstag sollte es so weit sein: Ein öffentlicher Testflug der DHL-Paketkopter im Zentrum Reit im Winkls. Hier probt die DHL ihre "unmenschlichen Paketboten" auch im bergigen Terrain - die inzwischen dritte Generation der Drohne soll Päckchen von der Ortsmitte auf die Winklmoosalm fliegen können: Rund acht Kilometer und 500 Meter Höhenunterschied liegen dazwischen. Doch aus dem Demonstrationsflug wurde nichts.

Es war schlicht zu kalt in Reit im Winkl. Durch die Minusgrade seien die Flugbedingungen schwer zu kalkulieren, teilte die DHL mit. In einem Priener Hotel führte man schließlich den "Paketkopter" vor - doch er blieb am Boden. Trotzdem sieht die DHL in dieser "jungen Technologie sehr viel Potenzial", so der Konzernmanager Ole Nordhoff gegenüber dem Handelsblatt.

Drohne flog bereits über den Rhein und in der Nordsee

Die Drohne selbst hat ein Gewicht von zwölf Kilogramm und kann Lasten bis zu zwei Kilo transportieren. Bereits mehrere Testflüge glückten: 2013 über den Rhein, 2014 auf der Nordseeinsel Juist. Der "Paketkopter" kann senkrecht starten und landen. In Reit im Winkl arbeitet die DHL mit einem vollautomatischen System, das die Pakete ganz eigenständig zu einer speziell entwickelten Packstation auf der Winklmoos-Alm bringt.

Als das Projekt Anfang Dezember 2015 anlief, gab es einigen Widerstand in Reit im Winkl: Die zentrale Lage des Versuchsgrundstücks sei viel zu wertvoll, um nicht-touristisch genutzt zu werden, beklagten vor allem Herbergsbetriebe. Bald ist das Spektakel aber ohnehin wieder vorbei: "Ende März muss das Testgelände wieder rückgebaut werden", so Bürgermeister Josef Heigenhauser.

Video vom Testflug über die Nordsee

xe

Quelle: chiemgau24.de

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