Gefeiert wird mit Prominenz in Ruhpolding

Biathlon-Legende Fritz Fischer wird 60

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Fritz Fischer wird 60.

Ruhpolding - Biathlonlegende Fritz Fischer wird am Donnerstag 60 Jahre alt. 1992 gewann er Gold bei Olympia mit der deutschen Staffel, heute leitet er mit seiner Frau Hanni ein Biathloncamp.

Am Donnerstag feiert Fritz Fischer einen runden Geburtstag, die Biathlonlegende wird 60 Jahre alt. "Jedes Alter ist nur eine Zahl, auch die Sechzig", meint er lachend. "Ich fühle mich nicht wie sechzig. Ich brenne immer noch und wenn ich merke, das Feuer lässt nach, dann lege ich sofort ein Scheit Holz nach", bekundet er in seiner typischen Art. Feiern wird der Fritz am Samstag in Ruhpolding mit einem großen Golfturnier und anschließender Siegerehrung in der Zirmbergalm.

Am 50. Geburtstag des Biathleten mit dem "Kaiser" Franz Beckenbauer.

Jede Menge Prominenz aus Sport, Wirtschaft und Gesellschaft hat sich dazu angesagt. Felix Neureuther wird mit seinen Eltern Rosi und Christian kommen. Mit Ex-Biathlet Peter Angerer kommt sein langjähriger Weggefährte, Simon Schempp und Andi Birnbacher sowie Franziska Preuß werden da sein und Schauspieler Sascha Hehn. "Darauf freue ich mich schon und es wird eine tolle Veranstaltung", ist sich das Geburtstagskind sicher.

Als Späteinsteiger zum Biathlon

Vor 42 Jahren ist Fischer als Quereinsteiger über die Bundeswehr zum Biathlon gekommen. Bei einem 5000 Meterlauf hat er seinen damals als unschlagbar geltenden Kommandeur besiegt. Dieser hat in gleich zu den Gebirgsjägern nach Bad Reichenhall geschickt. "Von da an hat mich der Biathlonsport gepackt", erinnert er sich. Seinen ersten internationalen Erfolg feierte er 1981 mit der Silbermedaille in der Staffel in Lathi.

Unvergessen ist aber gegen Ende seiner Karriere der Olympiasieg in Albertville 1992, als er als Schlussläufer die deutsche Staffel zur Goldmedaille führte. Beim letzten Schießen zog er mit einer seiner berühmten Schnellfeuereinlagen der Konkurrenz den Zahn. "Wir haben vor lauter Nebel kaum was gesehen, aber schon gemerkt, was der Fritz da abgeliefert hat", erinnert sich Ricco Groß als Teammitglied.

Das Bild, als Fritz Fischer mit der deutschen Fahne über die Ziellinie lief, gehört seitdem zu einem Teil der deutschen Sportgeschichte. Fischer ist nach außen hin immer seinem Ruf als "Gaudibursch" treu geblieben. Dahinter hat sich aber immer ein ernsthafter Athlet befunden. "Es ist seine Art mit Menschen umzugehen", erzählt Peter Angerer. Der Olympiasieger von 1984 in Sarajewo ist jahrelang der Zimmergenosse von Fritz Fischer gewesen. "Er ist immer die Ruhe selbst gewesen", so Angerer.

Zweites Standbein mit Biathloncamp

1987/88 hat sich Fischer zum einzigen Mal in seiner Karriere den Gesamtweltcup geholt. 1993 hat er seine Karriere im Alter von 37 Jahren beendet. Dem Biathlon ist er aber immer treu geblieben. Vom Jugendtrainer bis zum Bundestrainer, er hat alle Positionen bekleidet. Mit Ricco Groß, Michael Greis und Andi Birnbacher hat er Weltklasse-Athleten geformt.

Aktuell ist er für den DSV als Nachwuchsscout unterwegs. Für junge Menschen hat er ein besonders gutes Gespür. Schließlich hat er die junge Franziska Preuß damals in seinem Biathloncamp entdeckt. Das Camp betreibt er zusammen mit seiner zweiten Frau Hanni und es ist sein berufliches Standbein. Interessierte können bei ihm Biathlon "Hautnah" erleben. Das hat sich bis in die Fußballbundesliga herumgesprochen. Die Kicker des VfL Wolfsburg und Schalke 04 waren bei ihm schon zu Gast.

Beim Angeln entspannt er

Aus erster Ehe hat Fritz Fischer drei Buben. Biathlon macht keiner davon. Zwei sind im alpinen Skisport/ Skicross aktiv, der jüngste, hat einen ganz normalen Beruf erlernt. "Biathlon ist die Schule des Lebens", diesen Spruch gibt er gerne jedem mit. "Dazu gehört Charakter, das brauchst du auch als Olympiasieger und Weltmeister. Das musst du den Jungen vorleben."

Viele freie Minuten hat er auch als 60-Jähriger noch nicht. Ruhe findet er höchstens bei seinem Hobby, wenn er zum Angeln geht. In geselliger Runde ist Fritz Fischer ein gern gehörter Erzähler. Wenn er aus seinem "prallen Sportlerleben" erzählt, dann wirkt er authentisch und seine Augen leuchten. Das Feuer lodert also weiter und 60 Jahre, die sind für Fritz Fischer wirklich nur eine Zahl.

SJH

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Quelle: chiemgau24.de

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