Pilzbefall - diese Bäume müssen weg

Vorsicht: Baumfäller an der Saalach

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Am Ufer der Saalach sorgen Baumfällarbeiten für große Unruhe. Ein Pilzbefall ist der Grund. Aber wie viele Bäume müssen wirklich weg?

Am Donnerstagnachmittag erreichte uns folgende Lesermail (in Auszügen): "Ich wohne am Schoedtlweg in Kirchberg und als ich heute von der Arbeit kam, musste ich feststellen dass zwischen Luitpoldbrücke und Kretabrücke großteils der komplette Bewuchs radikal vernichtet wurde! Nur einige Reste stehen noch, und die werden wohl morgen früh fällig sein. Hier läuft offensichtlich etwas völlig anderes als in der Zeitung veröffentlicht wurde! Wo ist denn da bitte der vielzitierte Natur- und Artenschutz?! Ich habe heute bereits dazu eine Diskussion auf Facebook in der Gruppe "Du kommst aus Bad Reichenhall, wenn" angestoßen und möchte auch Sie bitten, sich dieser Angelegenheit anzunehmen. Hier muss dringend etwas getan werden, bevor der ganze Uferabschnitt ruiniert wird! Dies schadet nicht nur Pflanzen und Tieren, sondern genauso den Menschen die hier wohnen und sich bisher an der Natur sowie am natürlichen Lärmschutz (Verkehrslärm von der Umgehungsstraße B20) erfreuen konnten. Ganz abgesehen von den Touristen, die sich anstelle intakter Natur eine niedergewalzte Böschung mit Baumstümpfen anschauen müssen." (Name des Lesers der Redaktion bekannt).

Die Vorgeschichte

Wie uns derselbe Leser mitteilte, hatte er ein paar Tage vorher bereits im Reichenhaller Tagblatt gelesen, dass das Wasserbauamt Traunstein Anfang Februar einige der Bäume entlang der Saalach zwischen Predigtstuhlbahn und Kretabrücke entfernen müsse, weil viele Eschen von einem Pilz befallen seien, um Verkehrsteilnehmer und Spaziergänger vor abgestorbenen Baumteilen zu schützen, die herabstürzen können. 

Das Wasserwirtschaftsamt als Grundstückseigentümer weist darauf hin, dass nur einzelne geschädigte Bäume entnommen würden und der vorhandene dichte Jungaufwuchs geschont würde. Damit könne sich auf den freien Flächen schnell wieder ein stabiler Jungbewuchs entwickeln. Wegen der Fällarbeiten müsse der Gehweg in diesem Abschnitt vorraussichtlich für zwei Wochen gesperrt werden. Die Baumfällungen seien mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt und fänden aus artenschutzrechtlichen Gründen außerhalb der Vegetations- und Vogelbrutzeiten statt.

Das sagt das Wasserwirtschaftsamt Traunstein

BGLand24.de hat mit dem Wasserwirtschaftsamt in Traunstein gesprochen und die folgende Antwort erhalten: "Der räumliche Umgriff der Maßnahmen hat sich nicht verändert. Die Einzelbäume wurden entnommen, soweit sie vom Pilz befallen waren und die Entnahme nach den Erkenntnissen der Flussmeisterstelle Piding unter Sicherheitsgesichtspunkten erforderlich war. Dies erfolgte soweit möglich unter Schonung des Jungaufwuchses. Leider hat sich bei den Arbeiten herausgestellt, dass viele größere Eschen entnommen werden mussten. Der Pilzbefall der Eschen ist grundsätzlich bekannt (Eschentriebsterben).  Davon betroffen ist in unterschiedlicher Schwere im Prinzip der gesamte Eschenbestand in den Saalachauen. Die Fällarbeiten werden heute (Freitag, 19.02.16) abgeschlossen. Danach stehen nur noch Aufräumarbeiten an. Im Zuge der Aufräumarbeiten werden von der Flussmeisterstelle Piding auch Müllansammlungen und wilde Komposthäufen beseitigt."

Ein ausführlicher Bericht folgt.

Quelle: BGland24.de

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