Hund "Lenny" wurde am Waginger See grausam ertränkt

PETA erhöht Belohnung für Hinweise um 1000 Euro

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In der Nähe von diesem Steg wurde der Schäferhund tot aufgefunden. 

Waging - Wie kann man nur so grausam sein? Die schreckliche Tierquälerei, bei der ein belgischer Schäferhund ertränkt wurde, schockiert die Region noch immer. Jetzt bietet auch PETA eine Belohnung:

UPDATE, Donnerstag 10.45 Uhr: Belohnung erhöht

Die Polizei sucht weiter nach Hinweisen im Fall des ertränkten Schäferhundes "Lenny". Nachdem von privater Seite bereits am Mittwoch eine Belohnung von 1200 Euro für sachdienliche Hinweise ausgelobt wurde, setzt sich nun auch die Tierschutzorganisation PETA in dem Fall ein.

PETA setzt noch einmal 1000 Euro als Belohnung drauf, wie der BR berichtet. Demnach verweist die Organisation darauf, dass Tierquälerei kein Kavaliersdelikt sondern eine klare Straftat ist.

Lenny war am Sonntag seiner Besitzerin davongelaufen. Am nächsten Tag fand man den leblosen Hund im Waginger See treiben - um seinen Hals ein rotes Seil mit einem schweren Betonklotz.

UPDATE, Mittwoch 17 Uhr: Polizeimeldung

Wie bereits berichtet, war einer 47-jährigen Wagingerin am Sonntag ihr belgischer Schäferhund "Lenny" entlaufen. Die Hundehalterin fand ihren Hund erst am Montag an einem Steg am Waginger See tot auf. "Lenny" hatte ein rotes Kunststoffseil um den Hals gebunden, an diesem war ein Betonstein befestigt. Der Schäferhund wurde offensichtlich von Unbekannten im Waginger See auf qualvolle Weise ertränkt.

Die Ermittlungen bei diesem besonders grausamen Vergehen nach dem Tierschutzgesetz wurden von einem Hundeführer der Operativen Ergänzungsdienste Traunstein übernommen.

In diesem Zusammenhang wird nochmals um sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 0861/9873-205 gebeten: Wer hat im Zeitraum von Sonntag, 12 Uhr, bis Montag, 11.30 Uhr, am Waginger See, im Bereich südöstlich des Hotels Eichenhof verdächtige Beobachtungen gemacht oder eine Person/Personen im dortigen Bereich gesehen?

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, wurde von privater Seite eine Belohnung von derzeit 1200 Euro ausgesetzt.

Bericht, Dienstag 13.40 Uhr:

Der entlaufene belgische Schäferhund "Lenny" wurde offenbar mit einem Seil an einem Betonstein ertränkt. Der Fundort liegt in der Nähe dieses Steges in einem eingezäunten Privatgrundstück am See. 

Nach den Medienberichten am Montag lobte zwischenzeitlich ein Tierfreund von privater Seite 500 Euro Belohnung für Hinweise aus, die zur Ergreifung des Täters führen.

"In 35 Dienstjahren noch nicht erlebt"

Auf Anfrage von chiemgau24.de erklärte Laufens Polizeichef Erwin Wimmer: "So einen Fall habe ich in 35 Dienstjahren noch nicht erlebt!" Das seien "Mafia-Methoden". 

Von einem ähnlichen Fall von Tierquälerei ist ihm in der Region nichts bekannt. Auch gibt es noch keine Zeugen. "Wir versprechen uns viel von den Medienaufrufen. Vielleicht hat jemand etwas beobachtet, was er zunächst nicht in diesem Zusammenhang brachte", hofft Wimmer.

Interessant ist der Zeitraum zwischen Sonntag (12 Uhr) und Montag (11.30 Uhr) am Waginger See südöstlich des Hotels Eichenhof. Die Täter müssen sich Zugang zu dem schwer zugänglichen Grundstück verschafft haben. 

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd setzt dabei auch auf die User auf Facebook:

Laut Wimmer kann dieser Verstoß gegen das Tierschutzgesetz auch mit einer Freiheitsstrafe bestraft werden. Sollte der Täter gefunden werden, werde es auf jeden Fall zu einem Gerichtsprozess kommen. "Es handelt sich hier um eine Straftat, nicht lediglich um eine Ordnungswidrigkeit", so der Polizeichef. 

Hinweise an die Polizei Laufen unter 08682-89880 entgegen. 

Pressemitteilung Polizeiinspektion Laufen/Polizeipräsidium Oberbayern Süd Operative Ergänzungsdienste Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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