Schausteller nehmen jetzt TÜV-Nachhilfe

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Mehr Sicherheit auf der Wiesn: Schausteller nehmen jetzt TÜV-Nachhilfe

München - Nach diversen Unfällen auf Volksfesten sind auch die Oktoberfest-Schausteller heuer besonders vorsichtig: Am Dienstag haben sie freiwillig beim TÜV Nachhilfe genommen.

1. August 2009: Ein Bub stirbt beim Berliner Volksfest in der „Wilden Maus“. 8. August, am selben Ort: 14 Menschen bleiben im „Stargate“ hängen – kopfüber! 8. September: Ein 11-jähriges Mädchen stürzt beim Pfaffenhofener Volksfest aus der Wildwasserbahn in den Tod.

Die Unfälle in Fahrgeschäften haben sich in letzter Zeit gehäuft. Viele Münchner fragen sich deshalb: Was ist mit dem größten Volksfest der Welt? Ist unsere Wiesn sicher? Auch die Oktoberfest-Schausteller sind heuer besonders vorsichtig: Am Dienstag haben sie freiwillig beim TÜV Nachhilfe genommen. „Die Schausteller bekommen zwar ohnehin vom Fahrgeschäft-Hersteller und den Schaustellerverbänden eine Einweisung sowie Tipps bei der TÜV-Abnahme“, erklärt Thomas Oberst vom TÜV Süd. „Heuer gibt es aber aus gegebenem Anlass auf Initiative der Betreiber hin eine außerplanmäßige Unterweisung.“

Auffrischung und Tipps fürs Sicherheitspersonal

Denn die wissen zwar eigentlich, auf was sie zu achten haben. Aber eine Auffrischung schadet nie. Die Schausteller wurden beispielsweise noch einmal auf ihre Betreiberpflichten wie etwa die regelmäßige Kontrolle der Bremsen hingewiesen, schildert Oberst. Auch Tipps zur Sensibilisierung des Aufsichtspersonals habe es gegeben. „Dabei geht es zum Beispiel um die korrekte Kontrolle der Sicherheitsbügel.“

Die Schausteller sehen diese Nachhilfe keineswegs als Vorverurteilung. Sie wollen selbst ein Zeichen setzen: Wir tun alles, damit unsere Wiesn sicher ist! Einige wollen beispielsweise zusätzlich mehr Hinweisschilder aufstellen. Seit Dienstagabend stehen auf der Wiesn alle Wiesn-Fahrgeschäfte, mehr als 150 sind das. Die TÜV-Abnahme wird noch bis Freitag dauern. Inwieweit die betreffenden Schausteller Verantwortung für die jüngsten Unfälle tragen, wird noch untersucht.

Im Falle des 11-jährigen Mädchens, das aus der Wildwasserbahn in Pfaffenhofen gestürzt ist, geht man davon aus, dass das Mädchen ausgerechnet an der höchsten Stelle der Bahn aufgestanden ist. Als die Bahn wieder anrollte, hat sie das Gleichgewicht verloren und ist zehn Meter tief auf den Asphalt gestürzt. Der Bub (11), der bei einer Fahrt in der „Wilden Maus“ leblos zusammengesackt ist, hatte vermutlich eine Vorerkrankung.

nba.

Quelle: Oktoberfest live

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