Großbrand in Schliersee

Samurai-Mann läuft Amok und zündet Wohnhaus an

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Schliersee - Großalarm im sonst so idyllischen Breitenbachtal: Dort hatte ein mit einem Samurai-Schwert bewaffneter Mann Bewohner eines Hauses bedroht und vor seiner anschließenden Flucht das Gebäude in Brand gesetzt.

Ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften musste am Sonntagabend, gegen 18.30 Uhr, zu einem Wohnhausbrand in Schliersee ausrücken. Die Einsatzkräfte konnten trotz engagiertem Einschreiten das Anwesen nicht mehr retten und mussten es kontrolliert abbrennen lassen.Personenschaden entstand dabei nicht, der Sachschaden wird auf mindestens 200.000 Euro geschätzt. 

Feuer durch Brandstiftung ausgelöst:

Nach den jetzt vorliegenden Erkenntnissen dürfte das Feuer durch Brandstiftung entstanden sein. Der Tatverdacht richtet sich gegen einen Bewohner, der zuvor schon mit einem Samurai Schwert einer ebenfalls dort lebenden Seniorin gegenübergetreten war. Zu einer konkreten Bedrohung von Mitbewohnern war es allerdings nicht gekommen. Nach dem Hinzukommen eines ebenfalls anwesenden Mannes war der Tatverdächtige aus dem Haus geflüchtet.Kurze Zeit später wurde der Brand in der Wohnung des verwirrten Mannes bemerkt und die Feuerwehr verständigt.

Polizei nimmt Täter fest

Nach dem Mann, der sich ganz offensichtlich in einer psychischen Ausnahmesituation befand, wurde unter Leitung der Polizeiinspektion Miesbach eine groß angelegt Fahndungs- und Suchaktion eingeleitet. Auch wegen der unmittelbaren Nähe zum Schliersee beteiligten sich Wasserwacht, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und das Technische Hilfswerk (THW) mit hohem personellem Aufwand an der Suche. Ein Polizeihubschrauber und Hundeführer waren ebenfalls im Einsatz. Gegen 21.40 Uhr wurde der Gesuchte unweit des Tatortes von einer Streifenbesatzung unverletzt entdeckt und festgenommen.

Großbrand in Schliersee

Unterbringung in Psychiatrie

Die Kripo Miesbach hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Derzeit befindet sich der festgenommene Mann in der geschlossenen Abteilung eines Fachkrankenhauses. Die Staatsanwaltschaft München II beantragt beim zuständigen Ermittlungsrichter einen Unterbringungsbefehl gegen den Tatverdächtigen.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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