Dank chemischer Verfahren zur ID-Nummer

Königssee-Goldbarren: Polizei großen Schritt weiter

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Schönau - Das Rätsel um den gefundenen Goldbarren im Königssee kommt einer Lösung näher: Jetzt konnte sogar die komplett abgeschabte ID-Nummer auf dem Barren wiederhergestellt werden - aber wie?

Der Lösung um das Rätsel des Königssee-Goldbarrens ist die Polizei nun einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Wer auch immer der Vorbesitzer war: Er wollte die Herkunft des 500-Gramm-Barrens wohl verschleiern. Die Identifikationsnummer des Goldes wurde mutwillig und mit viel Kraft herausgeschabt - und trotzdem: Das Landeskriminalamt konnte die Nummer wiederherstellen.

"Die Nummer wurde ja schließlich in das Gold eingeschlagen. Es reichte also nicht, nur die oberste Schicht des Materials abzukratzen, da durch den Pressdruck auch die tieferen Schichten geprägt wurden", weiß Franz Sommerauer von der Polizei in Berchtesgaden. Mittels chemischer Verfahren konnte die Nummer vom LKA dann wiederhergestellt werden, wird aber von der Polizei geheim gehalten.

Ohne ID-Nummer keine Chance auf das Gold

Alles weitere bleibt aber ein Rätsel. Mittels der Identifikationsnummer konnte der frühere Besitzer nicht ausfindig gemacht werden - der Goldbarren wurde schlicht nicht registriert. Auch beim Hersteller Degussa konnte von der Nummer nicht auf den Erstbesitzer geschlossen werden. Weil die ID mutwillig abgeschabt wurde geht Sommerauer auch weiterhin davon aus, dass der Königssee-Goldbarren in Zusammenhang mit einer Straftat steht.

Bei der Berchtesgadener Polizei ging man bereits auf Spurensuche - mögliche Zusammenhänge zu Verbrechen in Österreich wurden gezogen, doch ohne ein positives Ergebnis: "Wir hatten vier bis fünf konkrete Anfragen, aber alle gingen ins Leere", so Sommerauer im Gespräch mit BGLand24.de. Um die 16.000 Euro ist das gute Stück wert - wer beweisen will, dass das Gold ihm gehört, muss nach Sommerauer also mit der Identifikationsnummer bei der Polizei vorstellig werden. Anders geht es nicht. Meldet sich im Laufe des nächsten halben Jahres niemand, geht das Gold zurück an die glückliche Finderin: Eine 16-jährige Urlauberin aus Nordrhein-Westfalen.

xe

Quelle: BGland24.de

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