Ex-Bandido-Rocker

Schutz vor Racheakten: Jetzt doch Zeugenschutz für V-Mann

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München - Der 48-Jährige soll so vor seinen ehemaligen Rockerkollegen geschützt werden. Schon 2013 hatte er Zeugenschutz beantragt.

Ein als V-Mann des Landeskriminalamts bekannt gewordener „Bandido“-Rocker ist nun doch überraschend in ein Zeugenschutzprogramm der Polizei aufgenommen worden. Das habe das Polizeipräsidium Oberpfalz zum 9. Dezember angeordnet, schreibt Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU) in seiner Antwort auf eine Landtagsanfrage der Grünen. Der Zeugenschutz soll den 48-Jährigen vor Racheakten seiner ehemaligen Rockerkollegen schützen.

„Dieser Vorgang macht mich fassungslos“, erklärte die Grünen-Rechtsexpertin Ulrike Gote am Dienstag. Denn der Ex-Bandido hatte schon 2013 erstmals Zeugenschutz beantragt, war mit seinem Wunsch bisher abgewiesen worden und schrieb deswegen zwei Petitionen an den Landtag. Erst am 3. Dezember hatte der Rechtsausschuss des Landtags die Behandlung seiner jüngsten Petition auf den Februar verschoben.

„Diese späte Aufnahme in ein Zeugenschutzprogramm lässt auf eine erhebliche Gefährdungslage des Ex-V-Manns schließen“, sagte die oberfränkische Grünen-Politikerin. „Gleichzeitig macht diese Maßnahme deutlich, dass das Innenministerium 2013 einer ganz fatalen Fehleinschätzung der Bedrohungssituation unterlegen war.“

Rubriklistenbild: © dpa

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