Polizei kontrollierte bei Siegsdorf

Lkw-Fahrer aus Jordanien und Bulgarien mit Verstößen auf A8

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Siegsdorf - Gleich mehrere Verstöße musste die Verkehrspolizei am Donnerstag auf der A8 notieren. Betroffen: Lkw-Fahrer aus Jordanien und Bulgarien.

Am Donnerstag, gegen 20 Uhr, wurden durch Beamte der Autobahnpolizeistation Siegsdorf zwei französische Sattelzüge mit ihren jordanischen Fahrern, die auf der A8 in Richtung Salzburg unterwegs waren, bei Siegsdorf einer Kontrolle unterzogen. Im Zuge der Kontrolle wurde festgestellt, dass an beiden Sattelzügen zwar französische Kennzeichen angebracht waren, die Zulassungen jedoch seit geraumer Zeit erloschen waren. Die Sattelzüge waren somit nicht mehr zum Verkehr auf öffentlichen Straßen zugelassen.

Zu wenig Ruhezeiten - zu hohe Geschwindigkeit

Daneben wurden noch Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten, sowie gegen die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h auf Autobahnen festgestellt. Weiterhin führte einen der Jordanier mit seinem Sattelzug einen gewerblichen Transport von zwei Gebrauchtwagen durch, ohne hierfür im Besitz einer erforderlichen Transportgenehmigung zu sein.

Die beiden Sattelzüge sollten einfach möglichst schnell und möglichst kostengünstig von Frankreich nach Jordanien exportiert werden. Daraus wurde jedoch nichts. Die Weiterfahrt mit den beiden Sattelzügen wurde unterbunden. Die französischen Kennzeichenschilder wurden eingezogen. Die beiden Fahrer dürfen sich in den nächsten Tagen um eine ordnungsgemäße Zulassung, sowie um die Beibringung einer Transportgenehmigung bemühen. Zudem mussten beide Fahrer für die erkannten Verstöße eine Sicherheitsleistung in Höhe von knapp 2.000 Euro hinterlegen.

Bulgarische Transporter ohne Kontrollgerät

Kurze Zeit später, gegen 21.30 Uhr, wurden auf der A8 in Richtung Salzburg bei Siegsdorf zwei bulgarische Autotransporter aus dem Verkehr gezogen. Die beiden bulgarischen Fahrer kauften in Europa gewerbsmäßig Gebraucht- und Unfallfahrzeuge auf und wollten diese mit ihren Lkw-Anhänger-Zügen nach Bulgarien transportieren. Zum Nachweis der Lenk- und Ruhezeiten wäre ein Kontrollgerät erforderlich gewesen. Dieses war jedoch in keinem der beiden Lastkraftwagen verbaut.

Die beiden Bulgaren konnten somit keinen erforderlichen Tätigkeitsnachweis vorlegen. Sie wurden wegen Verstoßes gegen das Fahrpersonalgesetz zur Anzeige gebracht. Beide Fahrer durften eine Sicherheit in Höhe von mehreren hundert Euro hinterlegen, um das damit verbundene Bußgeldverfahren betreiben zu können. Da nicht nachvollzogen werden konnte, wann die beiden Bulgaren zuletzt geschlafen hatten, wurde zudem eine Ruhezeit von mehreren Stunden angeordnet.

Pressemeldung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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