Sollten Kinder mit Panzerfäusten spielen?

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Dieses Fotos soll beim Tag der offenen Tür in der Brannenburger Kaserne am 11.07.2009 aufgenommen worden sein.

Bad Reichenhall - Die Militärische Werbung der Bundeswehr bei Kindern soll kein Einzelfall sein - diese Vorwürfe kursieren jetzt in den Medien. Auch Reaktionen aus der Region gibt es mittlerweile.

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Das Bündnis Rabatz hat neue Bilder in den Umlauf gebracht, die ihrer Ansicht nach der Bundeswehr die Kompetenz im Umgang mit Heranwachsenden absprechen. Es handelt sich unter anderem um Kinder an Waffen in Lauerstellung. Das Bild soll beim Tag der offenen Tür in der ehemaligen Brannenburger Kaserne aufgenommen worden sein. Ein weiteres Bild zeigt einen Jungen der durch ein Zielfernrohr einers schweren Geschützes blickt. Dazu kommt ein Video, das mittlerweile auf Youtube kursiert.

Blick durch ein Zielfernrohr - bereits als Umgang mit dieser Waffe zu werten?

Bei Öffentlichkeitsveranstaltungen der Bundeswehr gebe es eine klare Regelung, heißt es aus dem Presse- und Informationszentrum des Heeres. Jugendlichen und Kindern unter 18 Jahren soll der Zugang zu Waffen verwehrt werden. Das ist beim Tag der offenen Tür in Bad Reichenhall offenbar nicht passiert. Deshalb hat auch die Staatsanwaltschaft Traunstein entsprechende Ermittlungen aufgenommen. Die interne Untersuchung der Gebirgsjägerbrigade 23 läuft ebenfalls noch.

Hier geht's zum Video

Ursprünglich wurde den Gebirgsjäger vorgeworfen, Kinder mit Waffennachbauten auf ein ausgebranntes Dorf namens "Klein-Mitrovica" zielen haben zu lassen. Die Bilder wanderten bundesweit durch die Medien.

Der Stein des Anstoßes - Kinder zielen mit Waffennachbauten auf ein nachgebautes ausgebranntes Dorf.

Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Herbert Lackner betonte gegenüber BGLand24: "Nach wie vor halte ich an meiner Überzeugung fest: 'zwischen Bad Reichenhall und die Gebirgsjäger passt kein Blatt Papier'." Er selbst sei beim Tag der offenen Tür in der Kaserne gewesen, aber nicht alle Stationen abgegangen, weswegen er sich zu den Vorfällen nicht äußern möchte.

Der Linke-Kreisverband Traunstein-Berchtesgadener Land dagegen verurteilt die Vorkommnisse am Tag der offenen Tür auf das Schärfste. Er fordert, dass die Verantwortlichen des Kinderprogramms disziplinarisch und gegebenenfalls strafrechtlich belangt werden.

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