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Spaenle: Bayerische Schulen für Flüchtlinge gut gerüstet

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Der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU). Foto: Daniel Karmann/Archiv

München - Die große Zahl von Flüchtlingen stellt auch das Schulsystem vor große Herausforderungen. Kultusminister Spaenle sieht Bayerns Schulen gut gerüstet.

Update vom 9. September 2015: Ein Experte vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nennt in einem Gastbeitrag sieben Gründe, warum wir "das" mit den Flüchtlingen hinbekommen werden.

Trotz der diesjährigen Rekord-Flüchtlingszahlen sieht Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) Bayerns Schulen für den Schuljahresbeginn kommende Woche gut gerüstet. „Wir können am Dienstag gut starten“, sagte Spaenle der Deutschen Presse-Agentur in München. Man werde dann im Laufe des Schuljahres aber flexibel auf weiter steigende Schülerzahlen reagieren. „In dem Bereich ist eine hohe Dynamik.“ Mit wie vielen zusätzlichen Schülern man bis zum Jahresende insgesamt rechnen müsse, konnte Spaenle derzeit noch nicht sagen. Er sprach aber von einer Zahl „im Zehntausenderbereich“.

Die Schulen in Bayern stehen aktuell vor der Herausforderung, viele schulpflichtige Flüchtlinge aufzunehmen und zu unterrichten. Deshalb werde die Zahl der Übergangsklassen an Grund- und Mittelschulen, die den Kindern den Einstieg erleichtern sollen, von 300 zu Beginn des vergangenen Schuljahres auf 470 im neuen Schuljahr erhöht. Darüber hinaus gebe es Deutschförderklassen und -förderkurse. Und an den Berufsschulen werde es 440 Berufsintegrationsklassen geben, erläuterte Spaenle. Vor einem Jahr waren es noch gut 180.

Spaenle kündigte an, die weitere Entwicklung genau zu beobachten. Gegebenenfalls könnten zum Halbjahr weitere Klassen gebildet werden - wie auch schon zum vergangenen Halbjahr. Auch in den Verhandlungen über den Nachtragshaushalt für 2016 dürfte die Bildungspolitik angesichts der vielen Flüchtlinge eine zentrale Rolle spielen.

Als weiteres zentrales Projekte im neuen Schuljahr nannte Spaenle den Start der „Mittelstufe plus“ an Gymnasien: An 47 Pilotschulen können Schüler nun neben der normalen achtjährigen auch eine neunjährige Variante wählen. Zudem verwies Spaenle auf die Weiterentwicklungen im Bereich Inklusion, ein neues Modell zur Begabtenförderung und den Ausbau der Ganztagsangebote auch an Grundschulen: An 300 Grundschulen werde es zum neuen Schuljahr erstmals offene Ganztagsangebote geben.

dpa

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