Da lachten die Gäste beim Spatenstich zur A94 in Pastetten

Ehrlich nur ein Versprecher? Fertigstellung A94 erst 2090

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Startschuss für den Weiterbau der A94 zwischen Pastetten und Heldenstein: Spatenstich mit vielen Ehrengästen am Freitag, den 5. Februar 2016

Landkreis - Es ist ein lang ersehntes Ereignis, das nun zur Wirklichkeit wurde. Der Spatenstich für den Weiterbau der A94 von Pastetten nach Heldenstein ist geschafft, die Bagger rollen an.

Grußworte haben immer etwas langatmiges. Viele Informationen, oft gleiche Aussagen der Festredner. Es werden Fotos gemacht und das Projekt beklatscht. Am Freitagnachmittag, 5. Februar 2016 allerdings, lief alles etwas anders.

Spatenstich für A94 von Pastetten bis Heldenstein

Viele Ehrengäste aus der heimischen Politik waren ebenso gerne gekommen, wie auch Anlieger, Bürger und Politiker aus Landes- und Bundesebene. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt lobte die Planungsarbeiten, die in Bayern dafür sorgen würden, dass so viele Mittel für die Ausführungen zur Verfügung gestellt würden. Mit rund einer halben Milliarde Euro werde nun an dem Weiterbau der A94 ein wichtiges Verbindungsstück zum Chemiedreieck und Ostbayern geschaffen, hieß es von Dobrindt.

Marcel Huber: "Endlich ist es soweit"

Staatskanzleichef Marcel Huber erklärte, dass es ein seit Jahrzehnten öffentlicher Wunsch sei, dass die A94 endlich weitergebaut werde und dieser Spatenstich nicht länger auf sich warten hätte dürfen. "Endlich ist es soweit", lächelte Huber in die Menge hinein. Im Gespräch mit innsalzach24.de zeigte sich der Minister zufrieden. "Für die Region ist es eine sehr tragende und wichtige Aktivität und für ganz Bayern eine der besten Entscheidungen, dass hier Geld investiert wird", so Marcel Huber. Auf die süffisante Frage, ob es sich hier um ein klassisches Heimspiel handeln würde, scherzte Huber: "Ja, es ist schon toll, wenn mir jetzt extra eine Autobahn gebaut wird, damit ich schnurgerade von Daheim zur Arbeit fahren kann", so Huber gegenüber innsalzach24.de

Versprecher sorgt für Schmunzelei

Eine Festrednerin, die das Projekt mit seinen vielen Brücken, mehreren Ausfahrten, den Geldmengen und der besonderen Gewichtung für alle Beteiligten, der Sicherheit am Bau, vorstellte, brachte die gesamte Gästeschar zum Schmunzeln: "Wir werden diesen Teilabschnitt von Pastetten bis nach Heldenstein im Oktober 2090 eröffnen können", kam es der Rednerin über die Lippen. Sie verbesserte sich sofort, doch die Lacher waren auf ihrer Seite. "Endlich ist jemand ehrlich", witzelte ein Bürger, der sich für den Weiterbau der A94 mit zahlreichen Mitstreitern einsetzte. Es war tatsächlich nur ein Versprecher, auch Staatskanzleichef Marcel Huber betonte, dass es geplant sei, dass im Oktober 2019 der Bereich bis nach Heldenstein fertig ausgebaut sei. 

Ebenfalls mit vor Ort waren unter anderem Stephan Mayer, Günter Knoblauch sowie viele Landräte, darunter auch Georg Huber aus Mühldorf. Martin Mayer, Bürgermeister und weitere Offizielle aus der Wirtschaft und involvierten Firmen und Behörden.

Quelle: innsalzach24.de

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