Laborunternehmer von Betrugsvorwürfen freigesprochen

Staatsanwaltschaft legt Rechtsmittel gegen Schottdorf-Freispruch ein

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Der freigesprochene Laborunternehmer Bernd Schottdorf. Die Staatsanwaltschaft will jetzt Berufung gegen seinen Freispruch einlegen.

Augsburg - Am Dienstag sei gegen das Urteil Revision eingelegt worden, teilte die Staatsanwaltschaft Augsburg mit. Vergangene Woche waren Bernd Schottdorf und seine frühere Ehefrau freigesprochen worden.

Die Staatsanwaltschaft geht gegen den Freispruch für den Augsburger Laborarzt Bernd Schottdorf und dessen Ex-Frau vor. Gegen das Urteil sei am Dienstag Revision eingelegt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Das Landgericht Augsburg hatte den 75-jährigen Schottdorf und dessen frühere Ehefrau Gabriele Schottdorf (61) in der vergangenen Woche vom Vorwurf des Abrechnungsbetruges freigesprochen.

Die Staatsanwaltschaft Augsburg führt seit Jahrzehnten Betrugs-Ermittlungen gegen den Laborarzt und ist damit wiederholt gescheitert. In dem jüngsten Prozess hatte die Staatsanwältin für beide Angeklagte jeweils viereinhalb Jahre Haft verlangt. Bernd Schottdorf war im Jahr 2000 in einem ähnlichen Prozess bereits freigesprochen worden. Auch damals hatte die Staatsanwaltschaft den Bundesgerichtshof angerufen, jedoch kurz vor dem Verfahren in Karlsruhe die Revision zurückgezogen.

In dem neuen Prozess war Schottdorf vorgeworfen worden, durch die Einrichtung von mehreren scheinselbstständigen Medizinlabors 12,8 Millionen Euro zu viel kassiert zu haben. Die Richter sahen dafür allerdings keinerlei Beweise. Vielmehr sagte die Kammervorsitzende, es habe fehlerhafte Ermittlungen durch die Kripo sowie eine unzureichende Beweiswürdigung durch die Staatsanwaltschaft gegeben. Das Abrechnungssystem sei zudem noch nicht einmal für Experten zu durchschauen.

dpa

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