Nächste Woche soll es München treffen

Über 6000 Streikende legen Kitas und Behörden lahm

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Teilnehmer am Warnstreik bei einer Kundgebung vor dem Nürnberger Gewerkschaftshaus.

Nürnberg - Mehr als 6000 Beschäftigte in bayerischen Behörden und Kitas haben am Donnerstag gestreikt, vor allem in Franken. Kommende Woche soll es auch München treffen.

118 der 139 Kindertagesstätten waren am Donnerstag in Nürnberg wegen Streiks geschlossen. Eltern konnten nur auf Notdienste zurückgreifen. Und das war nicht alles: Auch in öffentlichen Verwaltungen, Schwimmbädern, Kliniken und  städtische Behinderteneinrichtungen legten die Mitarbeiter eine Woche vor der nächsten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst ihre Arbeit nieder.

Am Vormittag fanden sich mehrere Tausend Beschäftigte zu Kundgebungen in der Nürnberger Innenstadt ein. Gleichzeitig legten auch Mitarbeiter der städtischen Bäder und des Klinikums ihre Arbeit nieder. Bei manchen Krankenhaus-Untersuchungen sei es zu Wartezeiten gekommen, hieß es vom Klinikum Nürnberg. Auch in Schweinfurt kam es zu Demonstrationen. Dort fiel etwa die Müllabfuhr aus.

Streik im öffentlichen Dienst: "Gutes Geld für gute Arbeit"

In Weiden in der Oberpfalz kamen laut Verdi mehr als 140 Streikende von Stadt, Stadtwerken, dem Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Amberg und den Dienststellen der Bundesagentur für Arbeit zusammen. „Der öffentliche Dienst muss im Fachkräftewettbewerb bestehen. Deshalb fordern wir gutes Geld, für gute Arbeit“, sagte Alexander Gröbner, Verdi-Geschäftsführer in der Oberpfalz.

Die nach Gewerkschafts-Angaben mehr als 6000 Streik-Teilnehmer am Donnerstag bayernweit seien ein „wirklich mächtiges Signal in Richtung Arbeitgeber“, betonte Norbert Flach, stellvertretender Verdi-Landesbezirksleiter Bayern. „Das stärkt unserer Verhandlungsführung den Rücken und wird auch nochmal die Streiks, die nächste Woche stattfinden, beflügeln“, betonte er.

Streik im öffentlichen Dienst: Am Dienstag soll es München treffen

Am Dienstag soll es zu Ausständen in den Kinderbetreuungseinrichtungen der Landeshauptstadt kommen. Auch in anderen Arbeitsbereichen und der Stadtverwaltung werde gestreikt, kündigte Flach an. Details zu den Warnstreiks in der kommenden Woche will Verdi am Freitag und Montag bekanntgeben.

Die Dienstleistungsgewerkschaft fordert für die gut zwei Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen unter anderem sechs Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber haben inzwischen drei Prozent mehr Lohn und Gehalt für zwei Jahre angeboten, was die Gewerkschaften aber ablehnten. Die dritte Verhandlungsrunde ist am 28. und 29. April.

dpa

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