Tausende Besucher besichtigen Schneekirche

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Mitterfirmiansreut - Die Schneekirche von Mitterfirmiansreut in Niederbayern hat in den ersten Tagen nach ihrer Eröffnung bereits tausende Besucher angezogen.

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Eine Kirche aus Schnee

“Da gibt es eine Völkerwanderung hinauf zur Kirche“, sagte Julia Herzig vom Förderverein Schneekirche am Freitag. Das Bauwerk aus Schnee war am Mittwochabend feierlich eingeweiht worden und kann seit Donnerstag gegen ein Eintrittsgeld von fünf Euro besichtigt werden. Seitdem kamen nach Angaben von Herzig bereits mehr als 3000 Menschen nach Mitterfirmiansreut (Kreis Freyung-Grafenau). Teilweise nähmen die Besucher 300 Kilometer Autofahrt auf sich, um das eisige Kunstwerk besichtigen zu können.

Bis es tropft: Die Schneekirche von Mitterfirmiansreut

Bis es tropft: Die Schneekirche von Mitterfirmiansreut

Vor allem in der Dunkelheit, wenn die Schneekirche beleuchtet ist, seien die Besucher begeistert von dem Gebäude, sagte Herzig. Der erste Gottesdienst findet am 4. Januar statt. Allerdings dürfen laut Organisatoren nur 60 bis 80 Menschen daran teilnehmen, da sonst zu viel Körperwärme entstehe, die das Bauwerk zum Schmelzen bringen könne. Das Wetter ist derzeit keine Gefahr für die Schneekirche: Nachdem sich der Bau wegen zu warmer Temperaturen verzögert hatte, herrschen derzeit eisige Minusgrade. Die Organisatoren hoffen darauf, dass die Schneekirche möglichst noch einige Monate hält.

Das Projekt in Niederbayern soll an eine Aktion der Menschen aus Mitterfirmiansreut im Winter 1910/11 erinnern. Der Schnee lag damals so hoch, dass die Gläubigen nicht mehr zu den Gottesdiensten in die Nachbargemeinde Mauth gelangen konnten und sich deshalb aus Schnee ihre eigene Kirche bauten.

dpa

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