Neue Infos zum Polizeieinsatz im Hotel

Terror-Alarm in München: Es ging um eine Baseball-Mütze

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

München - Aufregung am späten Donnerstagabend: Kurzzeitig schien es so, als habe der Terror die Landeshauptstadt erreicht. Focus Online berichtete über einen Vorfall im Central Hotel Apart im Stadtteil Berg am Laim. 

Die wichtigsten Infos im Überblick

- Am späten Donnerstagabend berichtete Focus Online über einen Terror-Alarm in München.

- Zuerst hieß es, eine Gruppe Araber hätte einen Anschlag in München geplant, Polizeiuniformen Gasflaschen seien in einem Hotel gefunden worden.

- Die Polizei dementierte noch am Abend diese Meldung.

- Am Freitagvormittag lieferte die Polizei dann nähere Erklärungen zum SEK-Einsatz im Hotel. Eine Terrorgefahr gab es nicht. 

UPDATE 12.30 Uhr: Geschenk für Neffen führt zu Polizeieinsatz

In diesem Hotel im Stadtteil Berg am Laim spielte sich der Polizeieinsatz ab. 

Nach Informationen der tz fand die Polizei in dem Hotelzimmer drei kleine 0,5-Liter-Butgangasflaschen, sowie eine Baseball-Cap mit der Aufschrift "Police", sowie eine schwarze Weste.

Die Mütze sei als Geschenk für einen "polizei-affinen Neffen gedacht gewesen, erfuhr die tz. Die Gasflaschen gehören zu dem Campingkocher, mit dem die iranische Familie ihre Gerichte erwärmt. 

"Bei den Personen handelt es sich ausschließlich um Asylbewerber, die der 30-jährige Iraner dort zusammenführte", hieß es auf tz-Anfrage. Der 30-Jährige wurde ebenso wie eine 44-jährige Iranerin von der Polizei befragt. Waffen wurden nicht im Zimmer gefunden. 

Fotos vom Einsatz des Polizei-Spezialkommandos am Hotel:

Fotos vom Spezialkommando-Polizeieinsatz am Münchner Hotel

UPDATE 8.10 Uhr: Pressemitteilung der Polizei

Am Donnerstag, 19.11.2015, rief eine Angestellte eines Hotels im Stadtteil Berg am Laim die Polizei an. Ihr kamen mehrere Gäste verdächtig vor, da sie eine Butangasflasche bei sich hatten.

63773942

Im darauffolgenden Polizeieinsatz wurden ein 30-jähriger Iraner und eine 44-jährige Landsfrau kontrolliert. Bei der Absuche fanden sich keine verdächtigen Gegenstände. Abklärungen ergaben, dass die Butangasflasche zu einem Campingkocher gehört und als Kochgelegenheit benutzt wurde.

Drei weitere Iraner, die zu dem Appartement gehören, wurden im Anschluss ausfindig gemacht und zwischenzeitlich ebenfalls befragt.

Nach jetzigem Kenntnisstand war das Appartement zur Familienzusammenfindung angemietet worden. Bei den Personen handelt es sich ausschließlich um Asylbewerber, die der 30-jährige Iraner dort zusammenführte.

Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium München

UPDATE 7.05 Uhr: Mann und Frau vorläufig in Polizeigewahrsam

Nach BR-Informationen nahmen die Beamten des Polizei-Spezialkommandos einen Mann iranischer Abstammung und eine Frau vorläufig in Gewahrsam, um deren Identitäten zu überprüfen. Der Mann soll eine Polizeiuniform im Gepäck gehabt haben.

Erstmeldung 0.50 Uhr:

Nach ersten Informationen von Focus Online konnte eine couragierte Hotel-Mitarbeiterin offenbar einen Terroranschlag verhindern. Ihr fielen laut dem Bericht sieben Männer und eine Frau auf, die ein Zimmer in dem Hotel gemietet hatten. Der Mitarbeiterin kamen die Männer verdächtig vor. Sie hätten auf Arabisch verschwörerisch über eine kurz bevorstehende Aktion geredet. Die Servicekraft versteht diese Sprache. Auf einem Bett soll die Hotel-Mitarbeiterin mehrere Polizei-Uniformen gesehen haben. Daraufhin habe das Hotel die Polizei verständigt. 

Als Spezialkräfte der Münchner Polizei das Zimmer stürmten, fanden sie angeblich mehrere Gasflaschen. Wollten da Männer als "falsche Polizisten" terroristische Gas-Explosionen im Stadtgebiet ausführen? Weiter meldete Focus Online, dass vier der acht Männer der mutmaßlichen Terrorzelle mit 3er- und 5er-BMW flüchten konnten und eine Großfahndung laufe. 

Polizei: Es ist eine Falschmeldung!

Wenige Minuten nach dieser Meldung dementierte die Münchner Polizei um 23.36 Uhr über Twitter den Bericht - und die Verwirrung war perfekt: 

Am Freitagvormittag will die Polizei die Hintergründe des Einsatzes im Hotel bekanntgeben, kündigte sie noch in der Nacht ebenfalls über Twitter an:

Focus Online bleibt bei seiner Darstellung

Spannend dürfte nun also werden, wie es überhaupt zu dieser Meldung kommen konnte - und das in einer Zeit, in der die Bevölkerung besonders sensibel auf jede Terror-Warnung reagiert. Focus Online teilte in der Nacht jedoch mit, dass das Nachrichtenportal bei seiner Darstellung bleibt. 

Am Mittwochabend und Donnerstagvormittag musste bereits der Münchner Hauptbahnhof wegen herrenloser Gepäckstücke zwischenzeitlich gesperrt werden. Es bestand jedoch keine Gefahr. 

mg

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser