Anzeige bei der Polizei Bad Tölz

Unheimliche Vorkommnisse in Haus einer toten Nachbarin

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Bad Tölz - Ein mysteriöser Fall von „Lichtkopplung“ beschäftigte die Polizeiinspektion Bad Tölz nach Eingang einer schriftlichen Anzeige am 4. Oktober. Der Anzeigeerstatter schildert in seinem Schreiben Unheimliches, das sich nach dem Tod der Nachbarin in deren seitdem leerstehenden Haus ereignete.

Die Notwendigkeit, die Polizei einzuschalten, sah das Ehepaar, als sie aufgrund zeitlich konkreter Beobachtungen glaubten, nachweisen zu können, dass in irgendeiner Form eineLichtkopplung ihres eigenen mit dem Nachbaranwesen vorgenommen worden sein musste. 

Nachbarhaus erhellt sich

Zeitgleich mit dem Einschalten des eigenen Ganglichts war auch das Nachbarhaus erhellt, zeitlich wurde es dort auch wieder dunkel. Irgendwann ließ sich bei eingeschaltetem Ganglicht im Nachbarwesen auch eine Person erkennen. Der Verdacht eines schwerwiegenden Vergehens gem. § 248 c des Strafgesetzbuchs („Entziehung elektrischer Energie“) und sonstiger mysteriöser Umtriebe stand im Raum. 

Wahrnehmungen stellen sich als zutreffend heraus

Ein Beamter der Polizeiinspektion Bad Tölz übernahm die Ermittlungsführung und suchte die Anzeigenerstatter zuhause auf. Erleichtert wurde er von dem betroffenen Ehepaar in Empfang genommen und sofort an den Ort des Geschehens geführt. Tatsächlich stellten sich die Wahrnehmungen der beiden als zutreffend heraus

Bei Einschalten des Lichts war auch das Nachbarhaus erhellt, genauer gesagt: bei Einschalten der Lampe war im genau gegenüberliegenden Fenster klar zu erkennen, dass auch dort das Licht anging. Die Situation wurde noch verblüffender, als im gegenüberliegenden Fenster des Nachbarhauses deutlich zu erkennen war, dass im Anwesen nebenan sogar eine Lampe aufleuchtete, die der eigenen wie ein Ei dem anderen glich - was nicht schwer erkennbar war, da bei der Lampe der Anzeigenerstatter durchaus formmäßig eine gewisse Exzentrik festgestellt werden konnte. 

Mannsgroße Figuren im Nachbarhaus

Ganz groß wurde das Erstaunen, als sich beim Bewegen zweier im Gang aufgestellter, beinahe mannsgroßer Figuren auch im Nachbaranwesen offensichtlich Personen zu bewegen schienen. Nun versuchte der ermittelnde Beamte vorsichtig, eventuelle Spiegelungseffekte im direkt gegenüberliegenden Fenster ins Spiel zu bringen - was allerdings kategorisch in Abrede gestellt wurde. 

Überzeugungsarbeit durch den Beamten

Es galt nun, Überzeugungsarbeit zu leisten. Dazu wurde die Ehefrau in ein Nebenzimmer geführt und gebeten, die Lichtverhältnisse aus dem dort geöffneten Fenster zu beobachten, während der Ehemann mit dem Beamten an den Ort des Geschehens in den Gang zurückkehrte. Doch wiederum passierte es: Beim Einschalten des eigenen Lichts flammte auch im Nachbarhaus Licht auf, was die Beobachterin lauthals kund tat: „Sehen Sie, sehen Sie…..!“ . 

Dann aber die Wendung: Obwohl die eigene Lampe eingeschaltet blieb, der Strom also nach wie vor floss, erlosch plötzlich das Licht im Nachbarhaus: der Ermittlungsbeamte hatte die Ganglampe eingeschaltet gelassen, jedoch die Lampe abgedunkelt - was der Ehemann bestätigen konnte - bzw. musste. 

Die Ermittlungsakte konnte nun ohne weitere Überprüfungen von Stromzähler und Unterlagen des Energielieferanten zugeklappt werden. Ein Fall von „Lichtkopplung“ konnte auch für die Anzeigeerstatter erkennbar ausgeschlossen werden.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Tölz

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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