Tragischer Unfall am Fuderheuberg bei Reichenhall

Bischofswieserin (30) und Hund stürzen hunderte Meter ab - beide tot

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Bad Reichenhall - Ein tragischer Unfall hat sich am Donnerstag am Fuderheuberg ereignet. Eine 30-jährige Frau aus Bischofswiesen war bei ihrer Wanderung abgerutscht und mehrere hundert Meter abgestürzt. Sie war vermutlich sofort tot.

Update: 9.55 Uhr: Pressemitteilung BRK

Eine 30-jährige Bischofswiesenerin und ihr Jack-Russell-Terrier sind vermutlich bereits am Mittwoch mehrere hundert Meter tief vom Gipfelgrat des Fuderheubergs tödlich abgestürzt. Eine Suchmannschaft der Reichenhaller Bergwacht fand am Donnerstagnachmittag gegen 15.45 Uhr in einer Rinne am Geißaibl zunächst den toten Hund und dann die Frau, nachdem der Lebensgefährte der Vermissten am Nachmittag die Polizei informiert hatte.

Die 30-Jährige war bereits am Mittwoch zusammen mit ihrem Hund zu einer Bergwanderung aufgebrochen, hatte aber ihrem Freund nicht gesagt, wohin sie gehen wird, so dass eine größere Suchaktion erst am Donnerstag ausgelöst wurde, nachdem das von ihr benutzte Auto am Wanderparkplatz an der Staufenbrücke gefunden worden war. Die Leitstelle Traunstein alarmierte gegen 14.50 Uhr den Einsatzleiter der Bergwacht, der daraufhin mit insgesamt 20 Einsatzkräften der Bergwachten Bad Reichenhall, Freilassing und Teisendorf-Anger, sieben Alpinbeamten der Polizei sowie drei Suchhunde-Teams der Bergwacht-Lawinenhundestaffel Chiemgau systematisch die Steige und Rinnen auf den Fuderheuberg und das Geißaibl absuchen ließ. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte vom Polizeihubschrauber „Edelweiß 3“, einem Lagezentrum in der Reichenhaller Bergrettungswache und dem Team des Technikbusses der Bergwacht Chiemgau, das über ein besonders starkes Fernrohr verfügt und die Rinnen vom Tal aus absuchte.

Tödlicher Unfall am Fuderheuberg bei Reichenhall

Die Wirtsleute des Staufenhauses hatten mitgeteilt, dass die Vermisste nicht am Reichenhaller Haus eingekehrt war und der Freund der Vermissten wusste, dass sie die Absicht hatte, im Frühjahr auf den Fuderheuberg zu gehen, weshalb das Suchgebiet ein wenig eingegrenzt werden konnte. Insgesamt fünf Teams waren auf verschiedenen Steigen in Richtung Gipfel unterwegs und stellten sich auf eine aufwendige und zeitintensive Suche ein, als gegen 15.45 Uhr eine Mannschaft am Steig vom Pidinger Campingplatz zum Geißaibl zunächst den Hund und dann die Frau tot in einer dort rund 20 bis 30 Grad steilen Rinne entdeckte.

„Edelweiß 3“ setzte per Winde einen Polizeibergführer und einen weiteren Bergwachtmann an der Einsatzstelle zur Unfallaufnahme ab. Die 30-Jährige wurde dann mit der Winde geborgen und per Hubschrauber in die Hochstaufen-Kaserne ausgeflogen, wo der Bergwacht-Notarzt den Tot bestätigte. Aufgrund einer aufziehenden Schlechtwetter-Front mit Nebel und Starkregen war höchste Eile geboten. Durch den Abwind des Hubschraubers brach ein beschädigter Baum auf halber Stammhöhe ab und stürzte direkt unterhalb der Retter in den Graben, wobei aber zum Glück niemand verletzt wurde. Die Einsatzkräfte fanden dann noch oberhalb auf einem querverlaufenden Jägersteig den Rucksack, den die Frau beim Sturz ins Tal verloren hatte.

Den ersten polizeilichen Ermittlungen zufolge war die 30-Jährige vom Wanderweg am Gipfelgrat über mehrere hundert Höhenmeter tief abgestürzt, in die Rinne am Geißaibl gefallen und dort im flacheren, rund 20 Grad steilen Teil in rund 760 Metern Höhe liegengeblieben. Den Verletzungen nach zu urteilen war sie vermutlich sofort tot. Fünf Mitglieder des Kriseninterventionsdienstes (KID) der Bergwacht betreuten den Lebensgefährten und Freunde der Verstorbenen. Der Einsatz dauerte bis 19 Uhr.

Erstmeldung 6.20 Uhr: Pressemitteilung der Polizei

Am 12.05.2016, gegen 15.45 Uhr wurde eine 30-jährige junge Frau aus Bischofswiesen am Fuderheuberg bei Bad Reichenhall durch eine Suchmannschaft der Bergwacht tot aufgefunden. Die junge Frau war bereits am Vortag, zusammen mit ihrem Hund zu einer Bergwanderung aufgebrochen. Leider hatte sie ihrem Lebensgefährten nicht gesagt, wohin sie gehen wird, so dass eine größere Suchaktion erst am 12.05. ausgelöst wurde, nachdem das von ihr benutzte Fahrzeug am Wanderparkplatz an der Staufenbrücke gefunden wurde.

Eine Fußmannschaft der Bergwacht fand die Leiche dann in einer Rinne, die sich vom Gipfelgrat des Berges in Richtung Campingplatzes bei Piding herunterzieht. Auch ihr Hund konnte ganz in der Nähe aufgefunden werden. Die Leiche der Frau wurde durch den Polizeihubschrauber, einem Polizeibergführer und der Bergwachtmannschaft gerade noch vor dem Schlechtwettereinbruch geborgen werden. Den ersten Ermittlungen nach ist die Frau in dieser Rinne vom Wanderweg am Gipfelgrat über mehrere Hundert Höhenmeter bis zu Auffindestelle abgestürzt. Den Verletzungen nach zu urteilen ist die junge Frau sofort beim Absturz verstorben.

Am Einsatz waren etwa 20 Mitglieder der Bergwachtbereitschaften Bad Reichenhall, Teisendorf/Anger und Freilassing, drei Hundeführer von Bergwacht und Polizei, ein Polizeihubschrauber sowie 7 Alpinbeamte der Polizei beteiligt.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Reichenhall

Quelle: BGland24.de

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