Zahlen zu Unfällen und Tempo-Verstößen

Das Fazit nach einem Jahr Blitzer bei St. Georgen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
In beide Fahrtrichtungen wird in St. Georgen auf der B304 geblitzt - rund um die Uhr. Erlaubt sind 60 km/h.

Traunreut - Jetzt liegt die offizielle Statistik vor: Sowohl die Zahl der Tempo-Verstöße, als auch die der Unfälle ging zurück, seit der erste fix installierte Blitzerkasten Bayerns "scharf" ist. *Mit Voting*

"Die Anschaffung hat sich bezahlt gemacht", so Polizeisprecher Stefan Sonntag zufrieden. Seit 1. Mai 2015 ist der Blitzerkasten an der B304 in St. Georgen scharf. Er ist seitdem rund um die Uhr ohne Störungen im Einsatz. "Die dortige Kreuzung war ein Dauerbrenner in der Unfallbilanz", meint Sonntag - doch das hat sich inzwischen geändert.

Knapp 15.000 Fahrer waren noch immer zu schnell

Genaue Zahlen liegen für den Zeitraum vom 1. Mai 2015 bis 31. März 2016 vor: 1,5 Millionen Fahrzeuge passierten die beiden Blitzerkästen an der B304. Wie viele davon waren zu schnell? "Weniger als ein Prozent", so der Polizeisprecher gegenüber chiemgau24.de. Dies sei ein erstaunlich niedriger Wert - normalerweise habe man auf vergleichbaren Bundesstraßen eine Beanstandungsquote von etwa 2,5 Prozent.

Im Fall von St. Georgen ist die Verbesserung bei den geblitzten Rasern sogar noch viel deutlicher: Bei punktuellen Messungen vor dem 1. Mai 2015 seien oft zehn bis 20 Prozent der Fahrzeuge zu schnell gewesen. "Aber man muss natürlich auch sagen, dass sich viele Fahrer dort auf den Blitzer inzwischen eingestellt haben", so Sonntag. 60 Stundenkilometer sind an der Stelle erlaubt. 

Weniger Verletzte bei Unfällen

Auch die Zahlen der Verletzten sind merklich zurückgegangen: Neun Unfälle mit 13 Verletzten (zwölf davon schwer) und einen Toten hatte man an der Kreuzung in St. Georgen noch im Jahr 2013 zu beklagen. Seit die Blitzeranlage dort aktiv ist habe es zwar noch immer sieben Unfälle gegeben, aber nur zwei Verletzte - einer davon schwer: "Und das waren beides keine Unfälle die mit erhöhter Geschwindigkeit zu tun hatten", so Stefan Sonntag.

"Wir haben den Unfallschwerpunkt entschärft. Unser Fazit ist sehr sehr positiv", meint der Polizeisprecher. Die Ergebnisse wurden inzwischen ans bayerische Innenministerium weitergeleitet. Dort wird nun entschieden, ob man sich mehrere solcher fix installierten Radarkontrollen anschafft. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser