Sieben Pleite-Filialen in Oberbayern

Was geprellte Cinebank-Kunden jetzt tun können

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Die geschlossene Filiale an der Rosenheimer Straße in Traunstein.

Landkreis - Viele sind sauer: Die Cinebanken haben zugesperrt, das Geld auf den Kundenkarten ist weg. Nun läuft ein Insolvenzverfahren gegen die Inhaberin aus dem Landkreis Rosenheim.

Die Cinebanken waren die Anlaufstelle für viele, die sich einen gemütlichen Fernsehabend mit der neuesten DVD machen wollten: doch seit Monaten sind die Läden geschlossen, viele waren überrascht und sauer zugleich. Denn das Geld, das die Kunden auf die Karten laden mussten um Filme auszuleihen, schien damit wohl weg zu sein - auch wenn es sich meist nur um kleine Beträge gehandelt hat

Rechtsanwalt bereits aktiv 

"Eine bodenlose Frechheit", meinte einer unserer Leser aus Traunreut am Montag. Die Webseiten sind offline, unter den früheren Telefonnummern der Videotheken meldet sich niemand. Wir konnten nun aber herausfinden, dass gegen die letzte Betreiberin der Cinebanken seit 19. Oktober bereits ein Insolvenzverfahren am Amtsgericht Rosenheim läuft. 

Die Frau aus dem Landkreis Rosenheim betrieb eine ganze Reihe von Cinebanken in der Region, die inzwischen dicht sind: Traunreut, Traunstein, Mühldorf, Kolbermoor, Raubling, Bad Tölz und Miesbach. Geprellte Kunden, in diesem Fall Insolvenzgläubiger, können sich an den Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Thomas Krippgans aus Rosenheim wenden. Noch bis zum 15. November können Insolvenzforderungen schriftlich angemeldet werden. 

Videotheken-Sterben in Deutschland hält an

Für viele waren die Läden eine der letzten Möglichkeiten, sich kurzfristig eine DVD auszuleihen. "Dieses Unternehmen müsste angezeigt werden. Man wird um sein Geld betrogen. Es fühlt sich niemand verantwortlich und man kommt weder mit der Karte noch online in den Laden", so die Online-Bewertung eines anderen Kunden aus Traunreut. Mal hieß es, der Laden sei wegen Stromausfalls dicht, mal sei man wegen angeblicher Instandhaltungsarbeiten vor verschlossenen Türen gestanden.

Gut 9000 Videotheken gab es 1991 in Deutschland noch, 2015 waren es laut Branchenverband IVD nur noch 1212. 

Lesen Sie am Donnerstag auf unserem Portal, mit welchen Problemen die Cinebanken heute zu kämpfen haben. Wir haben mit einem ehemaligen Betreiber aus dem Chiemgau gesprochen.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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