Bauausschuss entschied über Neugenehmigung

Zukunft des Kafka: Die Würfel sind gefallen

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Traunstein - Das Warten und die Ungewissheit haben ein Ende: Der Bauausschuss entschied am Donnerstag über eine Neugenehmigung des "Kafka" - der Club kann vorerst bleiben, wie er ist!

Update 17.20 Uhr

Aufatmen beim Betreiber "Monta Music": Die Mehrheit des Bauausschusses sprach sich dafür aus, dass dem Antrag des "Kafka" auf Nutzungsänderung in eine sogenannte Vergnügungsstätte zugestimmt wird. Mit 7:2 Stimmen wurde entschieden - nur Oberbürgermeister Kegel und Stadtrat Peter Forster sprachen sich gegen die Neugenehmigung aus. 

Kegel und Forster folgten damit der Beschlussempfehlung der VerwaltungDie "baulich-planungsrechtliche Einschätzung" würde gegen eine Genehmigung als Vergnügungsstätte sprechen, weil das "Kafka" in einem Mischgebiet steht - mit direkt angrenzender Wohnbebauung. Eine Schank- und Speisewirtschaft, so wie das "Kafka" bisher genehmigt war, hat im Gegensatz zur Vergnügungsstätte engere Regeln beim Lärmschutz. Im Falle einer Klage hätte dem Club damit die Schließung gedroht.

"Wir sind begeistert und überrascht", meinten die Betreiber Alex Wolff und Helmut Würz im Anschluss an die Sitzung: "Die Argumente waren doch auf unserer Seite." Der Betrieb könne nun weitergehen wie bisher - möglich ist aber, dass Anwohner noch gegen den Bescheid klagen. Derzeit ist im "Kafka" ohnehin Sommerpause, im September wird dann wieder geöffnet.

Unser Artikel vom Donnerstagmorgen:

Muss das "Kafka" schließen? Bisher hat der Club nur eine Genehmigung als "Schank- und Speisewirtschaft", also wie jedes andere Gasthaus. Doch also Disco bräuchte man eigentlich die Genehmigung als "Vergnügungsstätte". Die Entscheidung des Bauausschusses über die Neugenehmigung wurde oft hinausgeschoben - doch heute fällt sie.

Ab 16.30 Uhr kommt der Bauausschuss zusammen und fällt die Entscheidung. chiemgau24.de wird gleich im Anschluss darüber berichten.

In der Verwaltung wartete man Wochen und Monate auf ein zweites, zusätzliches Lärmgutachten zum "Kafka", das nun vorliegt. Das Ergebnis des Hauptausschusses könnte sich aber etwas hinziehen: Bevor der Club "Kafka" behandelt wird stehen noch 19 andere Tagesordnungspunkte auf der Liste.

Auch wenn die Herzog-Wilhelm-Straße kein reines Wohngebiet ist: Vergnügungsstätten, wie das "Kafka" nun eine werden will, dürfen eigentlich nur ausnahmsweise in Mischgebieten mit Wohnbebauung ansiedeln. Deshalb muss die Entscheidung der Stadt auch gerichtlich wasserdicht sein. Egal wie entschieden wird, man geht ohnehin davon aus, dass danach Klage eingereicht wird: Entweder vom Betreiber "Monta Music" oder von den Anwohnern.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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