Rottau verabschiedete sich 

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Das Sterbebild von Michael H.: Er wurde einen Tag nach seinem 19. Geburtstag beerdigt.

Rottau – Der Himmel ist am Dienstagnachmittag grau über der Gemeinde Rottau. Es scheint, als wolle er genau das widerspiegeln, was die Rottauer fühlen – tiefe Trauer.

Die Kirche ist bis auf den letzten Platz gefüllt, und auf den Straßen stehen Freunde und Angehörige, die keinen Platz mehr in der Kirche gefunden haben. Über 500 Menschen sind gekommen. Eines sticht sofort hervor – die Mehrzahl der Trauernden sind junge Leute. Für viele ist es vielleicht die erste Beerdigung ihres Lebens.

Ein Meer aus Blumen: Michaels Grab.

Die Musik beginnt zu spielen und sofort legt sich ein tiefes, bedrückendes Gefühl auf alle nieder. Viele haben Tränen in den Augen, einige weinen. Die ersten Worte von Pfarrer Andreas Horn beschreiben am besten, was wohl in vielen vorgeht: „So ein tragisches Schicksal zieht uns den Boden unter den Füßen weg.“ Dann erzählt er von Michael. Dass er ein lieber, ein aufgeschlossener Bursche war. Deshalb hatte er auch so viele Freunde. Dass er im Tennisclub und bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv mitwirkte. Und dass seine Leidenschaft die Musik war, die er auf Festivals auslebte.

Genau zu so einem Festival hatten die vier Burschen am Donnerstag fahren wollen, als sich der tragische Unfall ereignete.

Als der Gottesdienst vorbei ist, marschiert die Trauergemeinde geschlossen zum Friedhof, um Michael - einen Tag nach seinem 19. Geburtstag - die letzte Ehre zu erweisen.

Ein ortsunkundiger Postzulieferer hält an und sagt alles in nur zwei Sätzen: „So etwas hab ich noch nie gesehen. Da trauert eine ganze Gemeinde“.

(ch)

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